Presseinformationen 2015

Nr.: 6/2015
Leitzkau/Letzlingen, 29.10.2015

Eine Überraschung zum Saisonfinale – Einladung in das Jagdschloss Letzlingen

Am Hubertustag, dem 3.11.2015, einem Tag mit besonderer jagdlicher Symbolkraft, lädt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt um 10.00 Uhr in das Jagdschloss Letzlingen zu einem Rundgang durch die in Teilen überarbeitete und neu gestaltete Ausstellung im ersten Obergeschoss ein. Die Stiftung würdigt damit zugleich das Wirken Friedrich August Stülers (1800-1865), der die architektonischen Intentionen seines Auftraggebers, des Preußenkönigs Friedrich Wilhelms IV., schöpferisch umgesetzt hat und für den Umbau der einstigen Hirschburg in ein Jagdschloss im neogotischen Stil maßgeblich verantwortlich zeichnet. Um das Leben und Schaffen des „Architekten des Königs“ wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu nehmen, wurde anlässlich seines 150. Todestages in diesem Jahr das Stüler-Jahr ausgerufen. Die Stiftung reiht sich aus diesem Grund in eine Reihe von Veranstaltungen und thematischen Aktionen ein.
Außerdem wartet die Stiftung wieder mit einer Neuigkeit auf: Erneut konnten Teile der originalen Möblierung dauerhaft erworben und für die Ausstellung aufbereitet werden. Um was es sich im Einzelnen handelt, wird erst am diesjährigen Hubertustag im Jagdschloss Letzlingen verraten.


Nr.: 5/2015
Leitzkau/Halberstadt, 30.09.2015

„Modellhaftes praxisorientiertes Evaluierungs- und Strategieprogramm zur präventiven Konservierung von national wertvollem Kunst- und Kulturgut am Beispiel des Halberstädter Domschatzes“

Auf Einladung der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt findet am 1. Oktober 2015 in der Winterkirche des Halberstädter Domes ein Kolloquium zur präventiven Konservierung am Halberstädter Domschatz statt. Etwa 40 Restauratoren, Museumsfachleute, Natur- und Geisteswissenschaftler aus ganz Deutschland diskutieren über Aufgabenschwerpunkte und Zielsetzungen der restauratorischen Bestandserhaltung und -pflege für diesen einzigartigen Kirchenschatzes.

Unter präventiver Konservierung ist eine Vielzahl von vorbeugenden, auf Langfristigkeit und Kontinuität ausgerichteten Maßnahmen zum Schutz von Kunstwerken zu verstehen, die auf eine grundlegende Verbesserung der Aufbewahrungs- und Umgebungsbedingungen sowie eine genaue Kenntnis der Objekte abzielen. So können schädigende Einflüsse, die beispielsweise durch unzureichende Klimabedingungen oder Lichtverhältnisse verursacht werden, vermieden bzw. so früh wie möglich erkannt und unterbunden werden. Intervenierende Eingriffe am Kunstwerk, die immer mit einem Verlust an Originalsubstanz einhergehen, lassen sich so weitgehend minimieren.

Für die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, die als Eigentümerin für den baulichen Erhalt des Domes und die restauratorische Betreuung des einzigartigen Kirchenschatzes sorgt, ist die präventive Konservierung seit mehr als 15 Jahren Grundlage ihres Handelns. Mit der Neueröffnung des Halberstädter Domschatzes im Jahr 2008, der umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten vorausgegangen waren und die zu einer grundlegenden Verbesserung der Aufbewahrung und Präsentation führten, ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Doch die Bewahrung der am Halberstädter Dom überlieferten Kunstschätze ist eine fortwährende Aufgabe. In den letzten vier Jahren ermöglichte ein Forschungsprojekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert worden ist, den erreichten Stand zu überprüfen, nach weiteren Optimierungen zu forschen und daraus ein Pflegekonzept zu entwickeln, das langfristig aufrecht erhalten werden kann.

Während des Kolloquiums stellen die Projektmitwirkenden – neben der Stiftung Dome und Schlösser, die in ihrem Auftrag tätigen Fachrestauratoren, die Domschatzverwaltung, das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, das Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V., das Labor Drewello & Weißmann. Naturwissenschaftliche Untersuchungen für Kunst und Denkmalpflege sowie die Fakultät Erhaltung von Kulturgut an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Künste Hildesheim die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Arbeit einem Fachpublikum vor.

Das am Halberstädter Domschatz entwickelte Konzept der restauratorischen Betreuung ist auch in vergleichbaren musealen Einrichtungen anwendbar und besitzt in dieser Hinsicht Modellcharakter.


Nr.: 4/2015
Leitzkau/Kloster Michaelstein, 04.08.2015

Fertigstellung eines vielseitig nutzbaren Veranstaltungssaals:
die neue Musikscheune im Kloster Michaelstein.

Die große Scheune auf dem Wirtschaftshof im Kloster Michaelstein wurde in der Vergangenheit als Pferdestall, Lager oder auch als KFZ-Halle genutzt und präsentierte über einige Jahre den Nachbau einer historischen Musikmaschine.

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt hat aus der ehemaligen Klosterscheune im Rahmen des Konjunkturprogramms II –Zukunftsinvestitionsgesetz des Bundes, in Höhe von knapp 2 Mio € in einem ersten Bauabschnitt von 2010 – 11 und anschließend, von 2012 – 2015 in einer zweiten Bauphase, mit Eigenmitteln in Höhe von 3,35 Mio €, einen multifunktional nutzbaren Ort für Veranstaltungen geschaffen. Die Planung des Bau-Projekts wurde durch das Architekturbüro Planungsring GmbH Wernigerode durchgeführt.

Für die Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis ist jetzt ein vielseitig nutzbarer Proben-, Konzert-, und Veranstaltungssaal entstanden, der 300 Sitzplätze für Zuhörer bietet, eine Bühne für Orchester, Chöre und andere Ensembles sowie im Kellergeschoss die nötigen Garderoben, Sanitärräume und die Haustechnik, mit Barrierefreiheit.
Der Generaldirektor Dr. Christian Philipsen wird die neue Musikscheune am 7. August 2015 um 18:30 Uhr eröffnen. Nach der offiziellen Schlüsselübergabe durch das Architekturbüro Planungsring Wernigerode und einem Grußwort des Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt und Staatssekretär im Kultusministerium, Dr. Jan Hofmann, wird Direktor Peter Grunwald begrüßen und um 19:30 Uhr werden BACHS ERBEN, das Jugendbarockorchester Michaelstein unter der Leitung von Raphael Alpermann, den neuen Veranstaltungssaal mit einem Konzert einweihen: „Bach und der Sonnenkönig“ – Orchesterwerke von Lully, Bach und Haydn.
(Das Konzert ist bereits ausverkauft).

www.kloster-michaelstein.de


Nr.: 3/2015                                                                                
Leitzkau/Bernburg, 21.04.2015

Baustelle Langes Haus im Schloss Bernburg

– Sanierung der Runderker an der Westfassade –

Der Neubau des so genannten Langen Hauses des Bernburger Schlosses ab 1538 war die letzte große Bauaufgabe des bedeutenden Renaissance-Baumeisters Andreas Günther.
Seine Runderker – auch als Leuchten bezeichnet – zeigen als Relief Kaiser Karl V. sowie acht mitteldeutsche Reformationsfürsten. Sie prägen bis heute die Schlossansicht von der Saale aus.

Das ‚Lange Haus’ ist seit Jahren Gegenstand von umfangreichen Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen. So wurden in der Vergangenheit bereits die beiden hofseitigen Schauerker und das Dach saniert.

In diesem Jahr werden die Arbeiten an den Runderkern der Westfassade begonnen.
Die Gerüstbauarbeiten sind schon abgeschlossen. Momentan wird die Konstruktion der Erker im eingebauten Zustand dokumentiert, verbunden mit der Demontage der Holzfenster. In Kürze werden dann die beiden Runderker schrittweise von oben nach unten demontiert. Die notwendige Reinigung der Sandsteinbauteile erfolgt mittels Mikrofeinstrahlverfahren. Daran schließt sich die Entsalzung der Teile im Wasserbad in voraussichtlich drei Zyklen an. Für diese Arbeiten wurde ein Unterstand auf dem Schlosshof errichtet.
Nach der Entsalzung und Trocknung werden die Einzelteile mit Vierungen oder Steinersatz-mörtel restauriert; teilweise müssen die stärker geschädigten Teile neu geschlagen werden.

Die Baumaßnahmen werden von regionalen Firmen ausgeführt. Die Arbeiten sollen bis zum Herbst 2016 ihren Abschluss finden.

Die beauftragten Steinmetzarbeiten haben einen Kostenumfang von ca. 700.000€.
Die Finanzierung erfolgt hälftig über Mittel aus dem Städtebaulichen Denkmalschutz, die von der Stadt Bernburg dankenswerterweise bereitgestellt werden und über Finanzmittel aus dem Haushalt der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

Das Schloss Bernburg steht seit 1996 im Eigentum der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.
Es ist ein beliebtes Ausflugsziel und liegt auf der Südroute der Straße der Romanik.


Nr.: 2/2015                                                                                    
Leitzkau/Letzlingen, 20.04.2015

Eine Attraktion zum Saisonauftakt – Kaiserliche Speisetafel kehrt nach fast 115 Jahren ins Letzlinger Jagdschloss zurück

Eines der bedeutendsten Ausstattungsstücke des Letzlinger Schlosses befindet sich ab dem 23. April 2015 wieder an seinem Bestimmungsort. Nachdem die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr die einstige kaiserliche Speisetafel aus Privatbesitz erwerben konnte, steht das Möbel nach Restaurierungsarbeiten nun an seinem ehemaligen Standort und bereichert die ständige Ausstellung.

Der 1,80 m lange und 1,25m breite ausziehbare Esstisch befand sich seit 1901 im Speisesaal. Auf mehreren historischen Aufnahmen ist das Möbelstück dort zu sehen, mal kompakt zusammengeschoben – mal in Gänze ausgezogen, immer aber mit dem berühmten „Sabberbecher“ darauf. Zusätzlich bestätigen ein Bestandsaufkleber und der entsprechende Eintrag im Inventarbuch die eindeutige Herkunft. Der in letzterem genau beschriebene „Speiseausziehtisch mit 10 Füßen auf Rollen und 2 Klappen zum Ausziehen von hell gebeiztem Eichenholz“ kann mit Hilfe eines sogenannten Kulissenauszuges und neun Einlegeplatten auf etwa 8 m verlängert werden.

An der Tafel nahmen am Ende eines Jagdtages bis zu 32 Personen Platz: neben Kaiser Wilhelm II. und den Prinzen von Preußen zahlreiche hochrangige Gäste, unter ihnen Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich, Kronprinz Konstantin von Griechenland, Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg und der spätere Reichspräsident Paul von Hindenburg.

Allerdings war der ursprüngliche Bestimmungszweck der Letzlinger Kaisertafel nur von kurzer Dauer. Bereits 1912 fand in Letzlingen die letzte Hofjagd statt. Zehn Jahre später wurde sie auf der Auktion des  Schlossinventars an einen Käufer aus der Region veräußert. Seitdem befand sie sich ununterbrochen in Familienbesitz.
Nach fast 115 Jahren von der Stiftung nach Letzlingen zurückgebracht, werden künftig an der einstigen kaiserlichen Tafel Brautpaare während der standesamtlichen Trauung den Bund fürs Leben schließen.
Mit der Rückkehr dieses Möbelstücks hat das einzige Hohenzollern-Schloss in Sachsen-Anhalt ein authentisches Stück seiner Historie zurückerhalten, um das sich zahlreiche Geschichten ranken.


Nr.: 1/2015                                                                                                                   
Leitzkau/Kloster Michaelstein, 12.01.2015

Einladung zur PRESSEKONFERENZ am 21.1.2015, 13 Uhr, Kloster Michaelstein:
Feierliche Verabschiedung des Generaldirektors der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt

Der Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt Boje E. Hans Schmuhl wird Ende Januar 2015 nach 19 Jahren als Vorstand der größten Kulturstiftung des Landes Sachsen-Anhalt in den verdienten Ruhestand treten.

Anlässlich der feierlichen Verabschiedung von Generaldirektor Boje E. Hans Schmuhl am 21. Januar 2015 in Kloster Michaelstein, zu der Staatssekretär Dr. Jan Hofmann als der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung einlädt, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff eine Festansprache halten und Kultusminister Stephan Dorgerloh den Nachfolger im Amt des Generaldirektors, Dr. Christian Philipsen, vorstellen wird, laden wir Sie zuvor herzlich zu einer PRESSEKONFERENZ am 21. Januar um 13 Uhr in das Kloster Michaelstein ein. Ihren Fragen stellen sich Kultusminister Stephan Dorgerloh, Staatssekretär Dr. Jan Hofmann, Generaldirektor Boje E. Hans Schmuhl und der designierte Generaldirektor Dr. Christian Philipsen.

Während der Festveranstaltung ab 14.00 Uhr mit anschließendem Empfang bitten wir von weiteren Interviews abzusehen und hoffen auf Ihr Verständnis.