Presseinformationen 2014

Nr.: 9/2014
Leitzkau/Köthen, 25.11.2014

Bezug nehmend auf den Artikel „Schloss senkt sich“ am 20.11.2104 von Matthias Bartl in der MZ-Köthen teilt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt mit:

Im Rahmen der laufenden Sanierungsarbeiten im Köthener Schloss wurde festgestellt, dass bei einer früheren Dachsanierung des Ludwigbaus im Jahre 1992 anfallender Bauschutt nicht beräumt, sondern in die schwer zugänglichen Dachstuhlecken verkippt worden war. Das beauftragte Architekturbüro AAD spricht von etwa zehn Tonnen, die in der Folge  zu erheblichen Bauschäden, zu Verformungen und Rissen geführt haben.
Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt ist seit 1997 Eigentümerin des Schlosses und somit für die Erhaltung zuständig. Die Schuttmassen sollen nun schnellstmöglich entfernt werden.
Um den Schutt erreichen zu können, ist es erforderlich, Gerüste zu stellen und die Dachtraufen von außen zu öffnen. Wetterbedingt lassen sich diese Arbeiten allerdings erst im Frühjahr durchführen, denn die Gefahr von Durchfeuchtungen und Frosteinwirkungen mit Folgeschäden aufgrund des geöffneten Daches wäre zu groß. Außerdem sorgen die sofort gesetzten Abstützungen für eine relative Sicherheit, auch wenn sie die Ausstellungsräume optisch beeinträchtigen. Erst nach der Schuttberäumung kann ein Holzschutzgutachter die Konstruktionshölzer des Daches untersuchen. Nach ersten Erkenntnissen werden hier starke Schäden, unter anderem Holzfäule, erwartet.
Bis zum Frühjahr gilt es, auch die Finanzierung der Maßnahme zu klären, eine verlässliche Kostenschätzung kann derzeit allerdings noch nicht getroffen werden. Derzeit werden in der Stiftung haftungsrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der  Dachsanierung und der illegalen Schutteinbringung  geprüft.


Nr.: 08/2014
Leitzkau, 03.11.2014

Neue Publikation zu den Glasfenstern im Magdeburger Dom

Der Magdeburger Dom verfügt nicht mehr über seinen mittelalterlichen Bestand an farbigen Bildfenstern,
auch die Verglasung des 19. und 20. Jahrhunderts ging verloren.

Diese Verglasung dokumentiert anschaulich ein jetzt von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt herausgegebenes Buch von Erhard Drachenberg: „Die verlorenen Glasmalereien des Dom zu Magdeburg.
Eine Dokumentation“ mit zwei Beträgen von Michael Sußmann, inklusive Grundriss mit Fensterplan und
Fensterdarstellungen von Dietrich Otte, 80 Seiten mit teilweise farbigen Abbildungen.

Edition Leipzig 2014
ISBN 978-3-361-00696-6
12,80 € im Buchhandel


Nr.: 07/2014
Leitzkau/Museum Burg Falkenstein-Harz, 30. Oktober 2014

Eröffnung Sonderausstellung im Museum Burg Falkenstein am 11. November 2014

„Unscheinbar und doch so schön“ – eine  Sonderausstellung zur Kunst und Glasdesign von Kirsten Hornig aus Blankenburg /Harz vom 11. November 2014 bis zum 15. März 2015 auf der Burg Falkenstein im Harz

Oft sind die kleinen und unscheinbaren Dinge besonders schön. Auch Momente im Alltag können uns zufrieden oder glücklich machen. Man muss sich nur die Zeit nehmen, genauer hinzusehen, um diese kleinen und unscheinbaren Dinge bewusst zu erleben. Eben diese Momentaufnahmen und Details aus der Natur hat Kirsten Hornig auf Papier und als Schliff auf Glas festgehalten. In der Natur, ihre Lebendigkeit und Farbenpracht im Spiel der Lichtverhältnisse, findet die Künstlerin die Inspiration zu ihren Arbeiten, die sie in der Ausstellung „Unscheinbar und doch so schön“ ab dem 11. November 2014 auf der Burg Falkenstein im Harz präsentiert.

Die Blankenburger Künstlerin – Kirsten Hornig – hat ihr zeichnerisches Talent in die Wiege gelegt bekommen und entdeckte bereits im frühen Kindesalter die Liebe zur künstlerischen Arbeit.
Gefördert durch die Kinder- und Jugendmalschule in Blankenburg, folgte eine Ausbildung zur Bauzeichnerin in Weimar. 2001 eröffnete sie ihre erste eigene Ausstellung „Malerei und Grafik“ in der Galerie des Schlosses Blankenburg. Seit 2003 ist sie als freischaffende Künstlerin im Bereich Glasdesign tätig.

Eröffnet wird die Sonderausstellung am 9. November 2014, um 15.00 Uhr, in der „Kutscherstube“ der Burg Falkenstein. Regulär ist sie vom 11. November 2014 bis zum 15. März 2015 täglich, außer montags, von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr zu sehen. Der letzte Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung. Die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis enthalten.


Nr.: 6/2014
Leitzkau7Goseck, 28.10.2014

„Dachsanierung Nordflügel“ in Goseck beginnt

Das Dachtragwerk und die Dachdeckung des „Alten Nordflügels“ der ehemaligen Klosteranlage des heutigen Schloss Goseck, bis hin zum Turm der ehemaligen Klosterkirche, der sich im Schlossflügel integriert, soll vollständig instand gesetzt werden. Die Dachdeckung wurde bereits mehrmals provisorisch repariert. Nach ersten holzschutztechnischen Untersuchungen ist der Holzstuhl besonders im Traufbereich sehr stark verschlissen und nicht mehr reparabel. Durch diese Schäden ist die unmittelbar anschließende Bausubstanz gefährdet. Auf Grund dessen das weitere „Notsicherungen“ technisch nicht mehr möglich sind, ist eine umfassende Sanierung unaufschiebbar. Der kurzfristige Baubeginn der Baumaßnahme „Dachsanierung Alter Nordflügel“ war jedoch nur möglich durch die
Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aus dem Programm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“. In diesem Zusammenhang sind brandschutztechnische Maßnahmen, wie die Herstellung einer Brandwand erforderlich, damit das Schlossensemble weiterhin als „Europäisches Musik- und Kulturzentrum“ genutzt werden kann.

Folgende Maßnahmen sind unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher und restauratorischer Belange geplant:

•    Reparatur des Trauf- und Ortgangmauerwerkes
•    Giebelmauerwerk Instandsetzen und Putzen
•    Zimmermannsmäßige Instandsetzung des Dachstuhls und der Decken in Traufebene
•    Neueindeckung mit Tonbibern
•    Erneuerung des Blitzschutzes
•    Einbau einer Brandwand

Die ehemalige Klosteranlage des heutigen Schloss Goseck wurde 892 erstmals urkundlich erwähnt. 1540 erfolgte die Säkularisierung des Klosters und es begann der Umbau zum Schloss. Die Schlossanlage mit ihrer romanischen Bausubstanz gehört zum Welterbe-antragsgebiet.
In den letzten Jahren veranlasste die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen – Anhalt regelmäßige Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten am Schloss Goseck. Zuletzt an der Schlosskirche. Im Süd- und Westflügel des noch erhaltenen Schlosses sind die statisch – konstruktiven Sicherungsmaßnahmen am Dachtragwerk abgeschlossen. Die Dachdeckung konnte in diesem Bereich vollständig erneuert werden.
Ziel ist es, die Baumaßnahme bis Jahresende abzuschließen.


Nr.: 5/2014
Leitzkau, 24.09.2014

Konstituierung der Stiftungsbeiräte für die Stiftung Moritzburg Halle (Saale) und für die Stiftung Kloster Michaelstein

In Umsetzung des vom Landtag des Landes Sachsen-Anhalt am 18.12.2013 beschlossenen Gesetzes über die Errichtung nicht rechtsfähiger Kulturstiftungen konstituierten sich in der vergangenen Woche die Stiftungsbeiräte der Stiftung Moritzburg Halle (Saale) – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt und der Stiftung Kloster Michaelstein –Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis. Der jeweilige Stiftungsbeirat hat die Aufgabe, die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt in ihrer Eigenschaft als Treuhänderin für die beiden unselbständigen Stiftungen im Hinblick auf die Erfüllung des Stiftungszweckes zu beraten und zu unterstützen.

Zehn Mitglieder wurden in den Stiftungsbeirat der Stiftung Kloster Michaelstein berufen. Aus dem Bereich Musik: Prof. Dr. Kathrin Eberl-Ruf, Prof. Dr. Hartmut Krones, Dr. Hans-Peter Wolf und Raphael Alpermann; für die Stadt Blankenburg Bürgermeister Hans-Michael Noll und für den Landkreis Harz Landrat Martin Skiebe sowie als Abgeordnete und Mitglieder des Kulturausschusses des Landtages Angela Gorr, Verena Wicke-Scheil, Gerhardt Miesterfeldt und Stefan Gebhardt. Auf der konstituierenden Sitzung am 17.09.2014 wurde Prof. Dr. Hartmut Krones (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien) zum Vorsitzenden des Stiftungsbeirates gewählt, Prof. Dr. Kathrin Eberl-Ruf (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) zur stellvertretenden Vorsitzenden.

Der Stiftungsbeirat der Stiftung Moritzburg Halle (Saale) – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt fand sich am 15.09.2014 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Das Kultusministerium berief auch hier zehn Mitglieder in den Stiftungsbeirat. Aus dem Bereich der Kunst und Kultur: Dr. Kirsten Baumann, Prof. Dr. Martin Eberle sowie Prof. Dr. Rainer Stamm und Prof. Dr. Olaf Peters; die Vertreter des Kulturausschusses Landtages sind Stefan Gebhardt, Dr. Gunnar Schellenberger und Patrick Wanzek, für die Stadt Halle: Dr. Judith Marquardt und schließlich für den Landkreis Harz Landrat Martin Skiebe. Der Stiftungsbeirat wählte aus seiner Mitte Prof. Dr. Olaf Peters (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) zum Vorsitzenden und Prof. Dr. Claudia Dalbert (MdL) zur Stellvertreterin.


Nr.: 04/2014
Leitzkau/Halle (Saale), 19.06.2014

Kunstmuseum Moritzburg: Gute Nachrichten für die Crodel-Halle!
Förderprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt legt die Grundlagen für eine erfolgreiche Sanierung

Das neue Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt wurde in den Jahren 2005 bis 2008 in einer einzigartigen Verbindung von alter und neuer Architektur über dem West- und Nordflügel der Moritzburg errichtet. Der Westflügel war seit dem Dreißigjährigen Krieg Ruine. Als im Zusammenhang mit dem Bau des Dachtragwerkes für den neuen Nordflügel das damalige provisorische Dach zurückgebaut wurde, war der Baukörper für eine kurze Zeit der Witterung schutzlos ausgesetzt. Hinzu kam, dass zur statischen Ertüchtigung des Mauerwerks gespülte Bohrungen erfolgten, die zu einem massiven Feuchteeintrag führten. Die starke Durchfeuchtung bewirkte vor allem in den Gewölben der sogenannten Crodel-Halle einen durch ein vorliegendes Gutachten eindeutig massiven mikrobiellen Befall, der durch die von ihm ausgehende erhebliche Gesundheitsgefährdung eine weitere Nutzung des Raumes ausschloss. Darauf hin wurde die Crodel-Halle geschlossen und ihr Zugang versiegelt. Ein Betreten ist momentan nur mit Atemschutzmaske und Schutzbekleidung erlaubt.

Ein schmerzhafter Verlust für das Museum und die Hallenser! 1931 hatte Charles Crodel in den damaligen Gymnastiksaal das Wandbild „Wettlauf der Atalante und des Hippomenes“ gemalt. 1933 wurde die Malerei als „Entartete Kunst“ diffamiert und 1936 übertüncht. Der Raum blieb dennoch immer ein besonderer Ort.

Nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Neuregelung der Zuständigkeit für die Moritzburg durch die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt besteht nun der Wille, die Crodel-Halle zu sanieren und wieder in die Nutzung der Moritzburg einzubeziehen.  Ungeklärt ist momentan der Zustand der dem Gewölbe vorgestellten Wand, auf der sich die übertünchte Malerei befindet.

Aber auch wenn die Hauptursache für den Schaden längst abgestellt ist, gibt es noch eine Vielzahl von Fragen und Unsicherheiten, für die entsprechend der Größe des Raumes noch keine praktikablen Erfahrungen vorliegen. Und darin liegt auch eine Chance, weit über die aktuellen Instandsetzungsarbeiten der Moritzburg hinaus:
Vor dem Hintergrund, dass mikrobiologisch verursachte Probleme und Schäden an Gebäuden einerseits in Folge von unsachgerechter Nutzung, aber auch durch mangelhafte Dämmmaßnahmen zunehmen bzw. Probleme damit nach solcherlei Flutereignissen, wie sie erneut 2013 eingetreten sind, zu erwarten sind, bietet die Crodel-Halle die Möglichkeit, wichtige Erfahrungen zu sammeln. Diese können zum einen einer erfolgreichen Sanierung vor Ort zugute kommen, bieten aber darüber hinaus einen Modellcharakter im Umgang mit schimmelbelasteten Räumen.

An dieser Stelle setzt ein durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes Projekt an: Die Möglichkeit der Erprobung und des Vergleiches unterschiedlicher Materialien und Technologien zur Sanierung der mikrobiologischen Kontamination wird in der Crodel-Halle begünstigt durch die Größe des Raumes und die ausgedehnten Bereiche mit mikrobieller Besiedlung. Das lässt eine Vielzahl von Musterflächen und Problemlösungen zu. Ziel des Projektes ist es, eine Abfolge von praxistauglichen Behandlungsmöglichkeiten unter dem Aspekt ihres praktischen und finanziellen Aufwandes sowie ihrer Wirksamkeit zu erproben und zu bewerten. Die so gewonnenen Erkenntnisse können dann auch andernorts für die Sanierung von Durchfeuchtung bzw. Überflutung betroffenen Räumen oder Häusern genutzt werden.
Da mit einem erneuten Feuchteeintrag in der Crodel-Halle nicht zu rechnen ist, bestehen gute Voraussetzungen, dass die Dekontaminierung der Schimmelbelastung erfolgreich und von Bestand ist.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 264.731 EURO bei einer Projektlaufzeit von 3 Jahren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt das Projekt mit einer Fördersumme von 124.012 EURO.

Ansprechpartner

Projektleiter:                                                        Projektverwaltung:

Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt    Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Schloss Leitzkau                                                 Schloss Leitzkau
Ralf Lindemann                                                    Dörte Reinisch
Am Schloss 4                                                      Am Schloss 4
39279 Leitzkau                                                    39279 Leitzkau
e-mail: ralf.lindemann@dome-schloesser.de        doerte.reinisch@dome-schloesser.de
Tel.:    039241/93433                                            039241/93479
Fax:    039241/93462                                            039241/93434

Projektförderung:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Referat Umwelt und Kulturgüter
Dr. Paul Bellendorf
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
E-Mail: p.bellendorf@dbu.de
Tel.: 0541/9633450

Kooperationspartner:

•    Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege
Referatsleiterin Süd – Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege: Frau Dr. Sabine Meinel
Referat Denkmaluntersuchung: Dipl. Restaurator Torsten Arnold
Richard-Wagner-Str. 9, 06114 Halle (Saale)
e-mail:    kdanz@lda.mk.sachsen-anhalt.de
Tel.:    0345/2939752 Fax:    0345/2939715

•    Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Erhaltung von Kulturgut
Prof. Dr. Karin Petersen
Bismarckplatz 10-11, 31135 Hildesheim
e-mail:    petersen@hawk-hhg.de
Tel.:    05121/881383 Fax:    05121/881386

•    Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e. V.
Frau Dr. Jeannine Meinhardt, Dipl.-Ing. Uwe Kalisch
Domplatz 3
06108 Halle
e-mail:    kalisch@idk-info.de
Tel.:     0345/47225721 Fax:    0345/47225729


Nr. 03/2014
Leitzkau/Museum Burg Falkenstein-Harz, 11. Juni 2014

„Schlüssel – Schwelle – Kesselhaken “ – ein Vortrag von Prof. Dr. iur. Heiner Lück
zur Rechtssymbolik des Hauses im Mittelalter am 18. Juni 2014, 17.30 Uhr
im Königszimmer der Burg Falkenstein/Harz

Das Haus bildet mit seiner Feuerstätte, seinen Wohn- und Schlafräumen, seinen Türen und Fenstern seit jeher einen zentralen Lebensmittelpunkt der Menschen. Im Mittelalter hatten Elemente des Hauses eine tiefe, auch rechtliche, symbolische Bedeutung. Solche Hausbestandteile oder das ganze Haus waren des weiteren Gegenstand von Zauber und Aberglauben zum Wohlergehen der Hausbewohner. Von ziemlich eindeutiger rechtlicher Relevanz waren das Herdgerät (Kesselhaken u.a.), die Tür und Schwelle. Zudem hatte das Haus eine ganz bestimmte rechtliche Stellung innerhalb der dörflichen und städtischen Gemeinschaft.

Prof. Dr. iur. Heiner Lück ist Professor für Bürgerliches Recht sowie Europäische, Deutsche und Sächsische Rechtsgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und stellvertretender Richter am Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt.

Sein Vortrag zur Rechtssymbolik des Hauses im Mittelalter findet am 18. Juni 2014, um 17.30 Uhr im Königszimmer der Burg Falkenstein statt Hierzu lädt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt alle Interessierten recht herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Museum Burg Falkenstein
Burg Falkenstein 1
OT Pansfelde
06543 Falkenstein/Harz
Referat Betrieb Museum Burg Falkenstein

Telefon: 03 47 43 / 53 55 914
Telefax: 03 47 43 / 53 55 920
Mail: nadine.breitschuh@sds-burg-falkenstein.de

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Nr. 02/2014
Leitzkau/Museum Burg Falkenstein-Harz, 03. Juni 2014

„Irische Harfenklänge zum Pfingstfest“ – eine musikalische Zeitreise durch ein Jahrtausend
am 8. und 9. Juni 2014 auf der Burg Falkenstein

Begleitet von Harfenklängen, Laute, Organetto oder Hackbrett unternimmt Klara vom Querenberg am 8. und 9. Juni 2014 eine musikalische Zeitreise durch ein Jahrtausend Musikgeschichte.
An beiden Tagen werden jeweils um 11.30 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr im Königszimmer der Burg Falkenstein sowohl der Gregorianische Choral als auch Kompositionen der Hildegard von Bingen, die vom Geschehen in den Pfingsttagen künden, erklingen. Über die Sänger des Mittelalters führt die Reise auch zu den Barden Irlands. Neben der musikalischen Darbietung wird auch von der Entstehung und Lyrik in den jeweiligen Epochen berichtet.

Klara vom Querenberg alias Sabine Lindner aus Erfurt musiziert seit mehr als 10 Jahren und hat sich der Pflege alter musikalischer Traditionen verschrieben. Ihr musikalisches Spektrum umfasst sowohl religiöse als auch weltliche Musik sowie Harfenmusik mehrerer Jahrhunderte.

Die Veranstaltung ist im Eintrittspreis enthalten. Nähere Informationen zur Künstlerin und ihrer Musik erhalten Sie auch unter: www.klara-vom-querenberg.de


Nr. 03/2014
Leitzkau/Letzlingen, Juni 2014

Ausstellungseröffnung
„Die Colbitz-Letzlinger-Heide – Momente eines Septembertages“
Fotografien von Norbert Perner, Magdeburg

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt eröffnet im Jagdschloss Letzlingen am Donnerstag, den 05. Juni 2014,   um 17 Uhr die Fotoausstellung über die Colbitz-Letzlinger Heide.

Gezeigt wird eine Serie von 20 Aufnahmen à 100 x 70 cm, alle entstanden an einem Septembertag 2013 auf dem Truppenübungsplatz Altmark. Der Platz hat eine Größe von ca. 23 ha mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 30 km und einer Breite von 12 km. Mit einer Gesamtfläche von 30 ha  ist die Colbitz-Letzlinger Heide das größte nicht bewohnte Gebiet in Deutschland.

Die Ausstellung führt den Betrachter quer durch die unterschiedlichsten Naturräume. Trockene Heidelandschaften, Kiefernhochwälder, jahrhundertealter Linden- und Eichenbestand sowie feuchte Auen prägen das vielfältige Landschaftsbild. Wenn auch die militärische Nutzung im Vordergrund steht, wird das Gelände doch intensiv durch das Bundesforstamt betreut. Der Naturschutz hat einen hohen Stellenwert und somit ist es nicht verwunderlich, dass gerade hier viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten leben.

Wir danken dem Bundesforstbetrieb Nördliches Sachsen-Anhalt, Dolle und dem Gefechtsübungszentrum Heer/Truppenübungsplatz Altmark, Letzlingen. Ohne deren großzügige Unterstützung wäre diese Ausstellung nicht möglich geworden.

Ausstellung: 06. Juni 2014 – 31. Oktober 2014
Öffnungszeiten: Di – Fr 10.00 – 16. 00 Uhr und
Sa/So/Feiertag: 10.00 – 16.30 Uhr

Medienvertreter lädt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt am 05. Juni 2014 ab 16. 30 Uhr zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein.

Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Lyonel-Feininger-Galerie
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg
Tel. 03946 – 6895930
E-Mail: info@feininger-galerie.de
Ansprechpartner:
Annette Fischer
annette.fischer@sds-feininger-galerie.de


Nr. 02/2014
Leitzkau/Halberstadt, 27. Mai 2014

Übergabe der Stolbergischen Kurie am Dom zu Halberstadt

Am Dienstag, den 27. Mai 2014 übergaben Boje E. Hans Schmuhl, Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, und Ralf Lindemann, Direktor der Bauabteilung der Stiftung, die spätbarocke Stolbergische Kurie am Dom zu Halberstadt.
Die einstmals „Hochgräfliche Stolbergische Kurie“ am Domplatz 33 wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, diente lange als Wohngebäude und später bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts als Bürogebäude der Industrie- und Handelskammer. Im Zweiten Weltkrieg legte am 8. April 1945 legte ein verheerender Bombenangriff 80% der Stadt Halberstadt in Schutt und Asche, auch die Kurie war betroffen und brannte aus. Im Erdgeschoß notdürftig wieder ausgebaut diente das Gebäude seit Mitte der 1960er Jahre als Teil der Dombauhütte, Außenstelle der Paul Schuster KG Magdeburg. Das Haus ist seitdem vielen Halberstädter Bürgern nur als „alte Schmiede“ bekannt. Nach 1990 erhielt die Industrie- und Handelskammer das Grundstück zurück, das Gebäude aber stand weiterhin leer. Die Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt erwarb dann im Jahr 2000 die Stolbergische Kurie, nutzte Teile des Gebäudes als Depot und leitete ab 2012 umfangreiche Sanierungsarbeiten ein.

Das Ziel der Baumaßnahme war eine sogenannte Rohbausicherung. Nach dem Erhalt der Baugenehmigung erfolgte die Ausschreibung der Arbeiten im öffentlichen Verfahren und im September 2012 begannen die Sanierungsarbeiten mit in Sachsen-Anhalt und Sachsen ansässigen Firmen.

Das Gebäude wurde in seinem äußeren Erscheinungsbild mit Fenstern, Türen, Dach und Putzarbeiten wieder völlig hergestellt. Im Inneren erfolgte nur ein geringer Ausbau mit Einzug von Decken, Treppen mit Galerie und Notbeleuchtung auf Putz bzw. vorhandenem Mauerwerk. Jeweils zwei neue Räume mit einer Gesamtfläche von ca. 390 m² sind im Erdgeschoss und  im Obergeschoss entstanden. Weitere zwei Räume befinden sich im Keller, die sich für die spätere Nutzung der schon anliegenden Medien wie Heizungs- und WC-Installation eignen. Das Dachgeschoss wurde nicht weiter ausgebaut.
Nach Abschluss der Arbeiten beliefen sich die Gesamtbaukosten auf 460.000€. Die Stadt Halberstadt förderte diese Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung mit 180.000€. Die verwendeten Eigenmittel der Stiftung betrugen 280.000€.
Derzeit wird das wiedererrichtete Gebäude als Depot für Steine und Fialen genutzt, die für Reparaturarbeiten am Dom bestimmt sind.


Nr. 01|02/2014
Leitzkau/Museum Burg Falkenstein-Harz, 7. März 2014

„Steine sind stumme Lehrer“

Sonderausstellung des Schönebecker Steinmetz- und Steinbildhauermeisters Michael Schulz
vom 25. März – 12. Oktober 2014 auf Burg Falkenstein

Der Beruf des Steinmetzen ist uralt. Diese Handwerker arbeiteten an gotischen Kathedralen, wie dem Kölner Dom oder schufen kunstvolle Wendelsteine, so auch auf der Burg Falkenstein im Harz.

Der Steinbildhauermeister Michael Schulz aus Schönebeck, er betreibt dieses Handwerk bereits in 5. Generation, zeigt mit seinen beeindruckenden Arbeiten, dass er sein Handwerk beherrscht. Zudem gewährt er Einblicke in eine 150 Jahre alte Familientradition. Seine Arbeiten beweisen, dass der Beruf des Steinmetzen in der Gegenwart nicht nur auf Grabmalkunst reduziert werden darf.

Eröffnet wird die Sonderausstellung am 23. März 2014, um 15.00 Uhr, in der „Kutscherstube“ der Burg Falkenstein. Regulär ist sie ab dem 25. März 2014 täglich von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, ab dem 01. April 2014 von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr zu sehen. Der letzte Eintritt ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung. Die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis enthalten.

Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt
Museum Burg Falkenstein
Burg Falkenstein 1
OT Pansfelde
06543 Falkenstein / Harz

Telefon: 03 47 43 / 5 35 59 14
Fax: 03 47 43 / 5 35 59 20
Mail: nadine.breitschuh@sds-burg-falkenstein.de

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Nr.: 01|01/2014
Leitzkau/Magdeburg, 20. Februar 2014

Eingemauert am Magdeburger Dom

Bauarbeiter entdecken Relieftafel mit Kreuzigungsszene und Inschriftentafel
Im ehemaligen Konsistorium am Südflügel der Magdeburger Domklausur, wo derzeit von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt Sanitärräume für Besucher des Domes eingebaut werden, entdeckten Bauarbeiter im Zusammenhang mit der Vorbereitung für den Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls in der Verfüllung einer Wandnische im Kellergeschoss völlig überraschend eine ein Meter hohe, quadratische Sandsteintafel.

Der Fund ist eine sehr qualitätvolle Bildhauerarbeit. Sie stammt nach ersten Einschätzungen von Dr. Heiko Brandl aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Vielleicht ist das Relief identisch mit einem verschollenen Epitaph der Jakobskirche. Hierauf deuten nach Katrin Steller M.A., die über den Magdeburger Skulpturenfund am Gouvernementsberg promoviert, alte Fotografien der Jakobskirche hin, die das Relief samt Inschrift am Choraußenbau zeigen. Nach schweren Bombenschäden wurde die Jakobskirche 1959 abgebrochen. Wie die Tafel von dort in den Magdeburger Dom gekommen sein könnte, ist nicht bekannt.
Die Bildtafel zeigt in einer bühnenartigen Rahmung zentral eine Kreuzigung Christi, oben am Kreuzesbalken sind Sonne und Mond angebracht, seitlich aus den Ecken schweben Engel mit den Leidenswerkzeugen herab. Frauen und Männer gestaffelt in Gruppen flankieren den Kreuzesfuß. Der rechte Rand mit einem Teil des Bildfeldes ist weggebrochen, erkennbar ist noch eine Figur in Rüstung.
Die ebenfalls aufgefundene Inschriftentafel, gotische Minuskeln mit Versalien, nennt in niederdeutscher Sprache einen gewissen Heyne Rascel, seine Frau Ylse und seine Tochter Katherina. Die Personen konnten noch nicht näher identifiziert werden. Wahrscheinlich dokumentiert der Stein eine Stiftung einer bürgerlichen Familie aus der Zeit um 1500 vermutet Dr. Cornelia Neustadt von der Inschriftenkommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften nach Begutachtung der Tafel.