Dom St.Mauritius und St. Katharina

Dom Magdeburg

Geschichte



Dom Magdeburg
Dom Magdeburg
Dom Magdeburg


Der Besucher, der nach Magdeburg kommt, erlebt den Dom zuerst als Landmarke,
ganz gleich aus welcher Himmelsrichtung er in die Stadt kommt.


Der heutige Dom ist mit seinem Baubeginn im Jahre 1209 der erste nach gotischem Grundrisssystem angelegte Dombau auf deutschem Boden und hat damit
internationalen Rang.

Erzbischof Albrecht hatte von seinen Reisen nach Frankreich die neuen Bauformen mitgebracht.



Zwei Jahre zuvor war der ottonische Dom aus dem 10. Jh. einem Stadtbrand zum Opfer gefallen. Die kostbare Ausstattung wurde gerettet und ist heute noch zu besichtigen.




Magdeburg – als politisches Machtzentrum des Mittelalters – wird auch durch die
Grablege Kaiser Otto I. im Hohen Chor belegt.
Seine erste Ehefrau, die englische Prinzessin Editha, ist ebenfalls hier begraben.


Die Zeit ihrer Erbauer kann uns heute noch viel von ihren Geheimnissen preisgeben
und uns die Seele stärken.



Wenn Sie Magdeburg wieder verlassen, schauen Sie zurück auf die mächtigen Türme über dem Urstromtal der Elbe.

 

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Zeittafel


805

erste urkundliche Erwähnung Magdeburgs im Diedenhofer Kapitular Karl des Großen als „magodoburg“.
936 Otto I. wird in Aachen zum König gekrönt.
955 Die Absicht, Magdeburg zum Erzbistum zu erheben,
ist für Otto I. Anlass, einen Dom zu errichten.
962 Krönung Otto I. zum deutschen Kaiser.
967 Auf Beschluss der Synode in Ravenna wird Magdeburg
zum Erzbistum erhoben.
968 Amtseinführung Adalbert - des ersten Erzbischofs von Magdeburg
973 Otto stirbt in Memleben, begraben wird er in Magdeburg.
1188 Erzbischof Wichmann nimmt mit dem Stadtrechtsprivileg eine Reformierung des Magdeburger Stadtrechts vor. Es verbreitet sich in halb Europa.
1207 Der ottonische Dom wird ein Opfer der Flammen und brennt nieder.
1209 In Anwesenheit eines Abgesandten des Papstes wird der Grundstein durch Erzbischof Albrecht gelegt. Es entsteht der erste nach französich-gotischem Grundriss angelegte Dom in Deutschland.
-1220 wurden der Hohe Chor, der Chorumgang und die äußerst reichen, ornamental und figürlichen Kapitelle geschaffen.
-1232 erfolgte die Errichtung des Querhauses mit dem Südportal.
1363 Am 27. Oktober wird der Dom durch Erzbischof Dietrich
neu geweiht. Er ist auch der Stifter des Hochaltars.
ab 1363 setzt die längste Bauunterbrechung ein.
1445-1451 Entstehung des Chor schließenden Lettners.
1449 Bau der Marienkapelle an die Sepultur.
1513
Erzbischof Ernst von Sachsen stirbt und lässt sich in der von ihm eingerichteten Grabkapelle zwischen den Westtürmen begraben. Die Grabplatte ist eine Arbeit des Nürnberger Künstlers Peter Vischer d.Ä. Das Domkapitel wählt Albrecht von Brandenburg zum Erzbischof.
1520 Mit der Vollendung der beiden Türme ist der Bau nach mehr als 300 Jahren abgeschlossen.
1567 Am 30. November wird der erste evangelische Gottesdienst durch Dr. Siegfriedus Saccus im Dom gehalten. Das Domkapitel tritt zum neuen Glauben über.
1631 Vor den Truppen Tillys flüchten sich die Magdeburger in den Dom.
Der Domprediger Reinhard Bake bittet Tilly um Gnade – damit rettet er das Leben von 4000 Menschen.
1680 kommt das säkularisierte Erzstift Magdeburg als Herzogtum Magdeburg de jure an das Kurfürstentum Brandenburg.
im 18. Jh. Garnisonskirche der preußischen Armee.
1805 weilte Goethe in der Stadt und besuchte den Dom.
1810 Auflösung des Domkapitels.
1826 begannen umfassende Instandsetzungsarbeiten im ganzen Dombereich. Dabei wurden auch gestalterische und bauliche Veränderungen vorgenommen. Die Leitung hatte Karl Friedrich Schinkel.
1929 Das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges von Ernst Barlach wird aufgestellt,
im Jahr 1934 als „entartete Kunst“ entfernt und 1956 wieder errichtet.
Heute ist es ein Ort der Friedensgebete.
1945 Bei den Luftangriffen am 16. Januar wird auch der Dom schwer getroffen. Das Westwerk wird stark in Mitleidenschaft gezogen – die dahinter liegende Orgel ist ein Totalverlust bis heute.
1949 Aus Anlass der Kirchenmusiktage wird die Domorgel im Remter geweiht.
1955 Der Dom öffnet wieder seine Pforten.
1959 Der Kreuzgang wird restauriert.
1964 Beginn der Restaurierungsarbeiten an der Westfassade.
1969 wird am 18. Oktober die neue Domorgel an der Nordseite des Querhauses geweiht.
1989 Der Dom ist Ausgangsort für die friedliche Revolution in Magdeburg.
1995 Gründung des Domfördervereins.
1996 geht der Dom in den Besitz der Domstiftung über.
Damit begannen kontinuierliche und systematische Sanierungsarbeiten.
Die Rechte der Domgemeinde bleiben davon unberührt.
2008-2010
Archäologische Forschungsgrabungen im Dom
2008
Entdeckung der mutmaßlichen Gebeine von Königin Editha (910-946)
2008 Der Dom bekommt eine neue Orgel. Damit wird die Kriegslücke endlich geschlossen.
Insbesondere Privatleute haben dieses Projekt vorangebracht.
2009 Gründungsbau der Gotik feiert Jubiliäum.
Magdeburger gratulieren ihrem Dom zum 800jährigen Bestehen.
2010
Am 22. Oktober wurden die Gebeine der Königin Editha im Magdeburg Dom beigelegt.



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