lyonel-feininger-galerie | Verlängerung der Jubiläumsausstellung


„bauhaus am schlossberg. 30 jahre lyonel-feininger-galerie“

Aufgrund der positiven Resonanz und der großen Nachfrage verlängern wir unsere
Jubiläumsausstellung „bauhaus am schlossberg. 30 jahre feininger-galerie“ bis zum 9. Januar
2017. Da die empfindlichen Grafiken Lyonel Feiningers (1871–1956) aus konservatorischen
Gründen maximal drei Monate dem Licht ausgesetzt werden dürfen, ist es notwendig, die
Galerie in der Woche vom 20.–23. September zu schließen. In diesen vier Tagen werden die
aktuell ausgestellten Papierarbeiten Lyonel Feiningers aus der Sammlung Dr. Hermann
Klumpp ausgetauscht. So bietet sich die einmalige Chance über 30 neuen Werken zu
begegnen! Karikaturen, Aquarelle, Druckgrafiken und Feiningers Skizzen, die Natur-Notizen,
öffnen wie ein Reigen die Themen des Künstlers, die geografisch vom Weimarer Land bis zur
Ostsee, aber auch in fiktive Sphären wie die von ihm kreierte „Stadt am Ende der Welt“
reichen. Objekte wie Feiningers Grafikschrank aus der Zeit am Bauhaus in Dessau oder eine
Cleveland Ohio, der Fahrradtyp mit dem er die Dörfer Thüringens und der Ostsee erkundet
hat, geben Auskunft über den Menschen und das Leben Feiningers.

Der Quedlinburger Hermann Klumpp (1902–1987) studierte 1929–1932 am Bauhaus. Dort
verband ihn eine enge Freundschaft mit der Familie Feininger. Auf das Werk des Meisters
spezialisierte sich der Sammler Klumpp. Als Feininger und seine Frau Julia Deutschland
verlassen mussten und 1937 in die USA übersiedelten, übergaben sie bedeutende
Schaffenskonvolute in die Obhut ihres Freundes, der die als »entartet« diffamierten Werke in
Quedlinburg verbarg und so der Vernichtung entzog. 1986 wurde die Sammlung zum
Gründungsanlass für die Lyonel-Feininger-Galerie. Sie betreut den weltweit größten
Einzelbestand an Druckgrafik von Lyonel Feininger.

Ab dem 24. September ist die Jubiläumsausstellung wieder geöffnet. Besucher, die bereits in
der Ausstellung waren und die Eintrittskarte vorlegen, erhalten ermäßigten Eintritt. Die
Ausstellung ist Korrespondenzstandort des Landesprojekts »Große Pläne! Die angewandte
Moderne in Sachsen-Anhalt 1919–1933«, grosse-pläne.de

Weitere Informationen unter:
www.feininger-galerie.de