Jagdeschloss Letzlingen | Neueröffnung der Dauerausstellung


Jagdschloss Letzlingen – Neues für das „alte Nest“

Die Dauerausstellung im Jagdschloss Letzlingen erfuhr nach 15 Jahren ihrer Eröffnung eine umfassende Auffrischung. Seit 2014 um eine ganze Etage erweitert, ist nun abschließend auch die von Friedrich Wilhelm IV. als Hofjagdquartier bewohnte „Beletage“ museal und gestalterisch überarbeitet und mit originalem Mobiliar ergänzt worden.

Darin zeigen zwei wertvolle Porträts aus dem frühen 17. Jahrhundert den Schlosserbauer Johann Georg von Brandenburg (1525 – 1598) und seine erste Gemahlin Sophia von Liegnitz (1525 – 1546).

Neuerworbene Grafiken, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert, illustrieren Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640 – 1688), Ururenkel Johann Georgs, als Kind und „Großen Kurfürst“. Er soll mit seiner Mutter während des 30jährigen Krieges vorübergehend Zuflucht auf der „Hirschburg“ gefunden haben.
An ihren Bestimmungsort zurückgekehrt, sind zwei Armlehnstühle, die von 1873 bis zu ihrer Versteigerung 1922 zur Originalausstattung des Letzlinger Jagdschlosses gehörten. Gäste Kaiser Wilhelms I. und Kaiser Wilhelms II. nahmen bis zur letzten Hofjagd 1912 auf ihnen Platz. Die dunkelgebeizten Sitzmöbel aus Eiche und ihr nach Originalstoffresten hergestellter Bezug mit „türkischem Muster“ werden in entsprechenden Inventarverzeichnissen beschrieben. Restauriert und neu gepolstert, können sie im „Kaiserzimmer“ betrachtet werden.

Passend zum textilen Design der bereits 2015 präsentierten Armlehnstühle komplettiert ein nachgearbeiteter Fenstervorhang einen Ausstellungsraum.

Die Ausstellung ist im Sommerhalbjahr wochentags außer montags von 10.00 bis 16.00 Uhr und an Wochenenden von 10.00 bis 16.30 Uhr (letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit) geöffnet.

FriedrichWilhelm

Porträt Friedrich Wilhelm IV.