Kunstmuseum Moritzburg | Ausstellungseröffnung

Am Samstag, dem 29.08.2015 wurde die neue Dauerpräsentation „Kraft des Aufbruchs. Heckel / Kirchner / Mueller / Pechstein / Schmidt-Rottluff. Gemälde 1905-1964“ in der Sammlung Hermann Gerlinger eröffnet. Begrüßen konnten wir dazu den Sammler Professor Gerlinger selbst und den OB von Halle, Dr. Bernd Wiegand. Besucher haben jetzt bis Herbst 2016 Gelegenheit, die farbgewaltige Schau zu sehen.

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Kraft des Aufbruchs
Heckel | Kirchner | Mueller | Pechstein | Schmidt-Rottluff
Gemälde 1905–1964

Ab dem 30. August 2015 präsentiert sich die Sammlung Hermann Gerlinger in einer neuen und farbgewaltigen Dauerausstellung. Im Sammlungsbereich vereint finden sich die Pretiosen, die Professor Hermann und Hertha Gerlinger mit viel Sachverstand und Enthusiasmus zusammengetragen haben. Als sich im Juni 1905 die vier jungen Architekturstudenten Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff zur „Brücke“ zusammenschlossen, konnte niemand ahnen, welch wegweisende Entwicklung damit verbunden sein würde: nicht weniger als der Anschluss der deutschen Kunst an die europäischen Avantgarde-Bewegungen.
Die neue Präsentation im Westflügel des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) verspricht ein farbenprächtiges Ereignis. Zeitlich und künstlerisch setzt sie ein, als die jungen Künstler auf ihrer Suche nach einer neuen Bildsprache erste Akzente zu setzen vermochten. Entsprechend der Sammlungsphilosophie Professor Hermann Gerlingers verfolgt die Ausstellung über die eruptiven Anfänge im Schaffen der Maler hinaus deren weiteren künstlerischen Weg. Der Rundgang verspricht neben dem ästhetischen Genuss am einzelnen Kunstwerk auch erhellende Einblicke in sonst oft verborgene Werkzusammenhänge und künstlerische Dialogbeziehungen zwischen den einzelnen Künstlern. Neben den Werken der Gründungsmitglieder Heckel, Kirchner und Schmidt-Rottluff sind auch welche von Max Pechstein und Otto Mueller, die später der Gruppe beitraten (Pechstein 1906, Mueller 1910) vertreten. Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg, äußert sich über die neue Zusammenstellung sehr zufrieden: „Mit der langfristigen Präsentation der Gemälde-Schätze der Sammlung Hermann Gerlinger erfüllen wir einen vielfach geäußerten Wunsch der Besucher unseres Hauses, die bei einem Rundgang durch das Kunstmuseum die Hauptwerke der Brücke-Künstler berechtigt dauerhaft anzutreffen erwarten. Die Einrichtung der neuen Gemäldepräsentation gibt uns zudem die Möglichkeit, künftig überregional und national noch stärker für die Attraktivität unseres Hauses und damit der Stadt Halle werben zu können.“

Ein besonderes Erlebnis verspricht die neue Dauerausstellung der Sammlung Hermann Gerlinger im Zusammenklang mit der großen Sonderausstellung „Magie des Augenblicks. Van Gogh | Cézanne | Bonnard | Vallotton | Matisse. Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler“, die ab März 2016 erstmals in den neuen Bundesländern u. a. jene französischen Künstler mit bedeutenden Werken vorstellt, auf die sich die jungen deutschen Expressionisten bezogen, darunter vor allem Gemälde Vincent van Goghs.