Presseinformationen 2016


Nr.: 7/2016
Leitzkau, 14. November 2016

Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt und der Sammler
Hermann Gerlinger gehen getrennte Wege

Nach einer Phase unterschiedlicher Auffassungen über die Frage, wie die Sammlung Hermann Gerlinger in das Gesamtkonzept des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) einzubinden ist, werden sich nach Beendigung der Sonderausstellung „Inspiration des Fremden“ am 29.01.2017 Museum und Sammler einvernehmlich voneinander trennen. Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt bedauert diesen Schritt zutiefst, sieht aber im Einvernehmen mit dem Leihgeber keine Zukunft mehr für eine weitere Zusammenarbeit im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). In den vergangenen drei Jahren wurden am Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Pläne entwickelt, die Sammlung Hermann Gerlinger stärker in die Präsentationen des Hauses einzubinden oder in den Kontext von Sonderausstellungen zu rücken sowie die Gemälde – wie von den Besuchern des Hauses verstärkt gewünscht – dauerhaft zu präsentieren. Zudem sollte die Sammlung im Hinblick auf Erfassung und Digitalisierung in die organisatorischen Abläufe des Hauses eingebunden werden.
Dagegen standen andere Erwartungen und Vorstellungen des Sammlers. Stiftung und Sammler sind sich darin einig, dass eine Trennung notwendig ist, um die von der Stiftung beabsichtigte Entwicklung des Museums fortzuführen.

Anstoß für die Trennung und letztes Glied in der Kette unterschiedlicher Auffassung von Sammler und Museum ist der unklare Verbleib einer kleinformatigen Zeichnung aus der Sammlung. Von Seiten der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wurde und wird alles unternommen, den Verbleib der Zeichnung aufzuklären. Dennoch ist gemäß der Regelungen des mit dem Sammler geschlossenen Leihvertrages ein Ausgleich erfolgt.

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt erinnert an die positive Geschichte der Sammlung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale). Durch die Stiftung, resp. das Museum wurden in den zurückliegenden 15 Jahren seit 2001 fast 30 Sonderausstellungen erarbeitet, mit denen nahezu die komplette Sammlung (ca. 95 Prozent des Gesamtbestandes) den Besuchern zugänglich gemacht wurde. Es gab zudem drei vom Museum begleitete Ausstellungen in Hamburg, Schweinfurt und Wien sowie in der gesamten Zeit zahlreiche Leihgaben zu Ausstellungen national und international, ein Kolloquium und 10 Publikationen, darunter 4 Almanache der Brücke. Hinzu kommen die Einrichtung eines modernen und heutigen Ansprüchen genügenden Depots exklusiv für die Sammlung Hermann Gerlinger und die nationale sowie internationale Bewerbung der Sammlung. Während der gesamten Leihdauer wurde die Sammlung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) entsprechend den allgemein geltenden konservatorischen Anforderungen sowie den Wünschen und Vorstellungen des Sammlers folgend betreut.

Zur Geschichte der Sammlung Hermann Gerlinger im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale):

  • aktueller Bestand der Leihgabe: 1.012 Werke (vornehmlich Arbeiten auf Papier sowie mehr als 40   Gemälde)
  • 1995–2001 im Landesmuseum Gottorf (Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen) – März 2001 Rückgabe an den Sammler
  • seit 2001 im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
  • März 2004 Abschluss des Dauerleihvertrages
  • bis zur Eröffnung des Erweiterungsbaus (2008) und der ständigen Präsentation der Sammlung im Westflügel der Moritzburg: 9 Sonderausstellungen und 1 Kolloquium
  • während der Bauzeit im Museum 3 Ausstellungen außer Haus: Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Museum Schäfer, Schweinfurt (2005/06); Im Rhythmus der Natur. Landschaftsmalerei der Brücke, Städtische Galerie Ravensburg (2006); Expressiv! Die Künstler der Brücke. Die Sammlung Hermann Gerlinger, Albertina Wien (2007)
  • nach Eröffnung des Erweiterungsbaus (2008) Einrichtung der dauerhaften Sammlungspräsentation auf einer Fläche von 500 qm im Westflügel der Moritzburg
  • seit 2008: 18 Sonderausstellungen
  • 2 wesentliche Unterstützungen von externen Ausstellungen: Die Brücke und die Moderne 1904–1914, Bucerius Kunst Forum Hamburg (2004); Der Blick auf Fränzi und Marcella. Zwei Modelle der Brücke-Künstler, Sprengel-Museum Hannover (2010)
  • Leihgaben zu zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen
  • Überarbeitung und Neuauflage des Bestandskatalogs (Die Maler der Brücke) sowie Erarbeitung weiterer Publikationen
  • 4 Almanache der Brücke zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Sammlung (2009, 2012, 2014, 2016)
  • 2014–2016 Bau und Bezug des Depots für die Sammlung Hermann Gerlinger
  • August 2015: Einrichtung einer dauerhaften Präsentation der Gemälde aus der Sammlung (Kraft des Aufbruchs, 30.08.2015–30.10.2016)
  • 2016 Produktion eines Audioguides durch die Sammlung Hermann Gerlinger
  • 13.11.2016–29.01.2017 Sonderausstellung „Inspiration des Fremden. Die Brücke-Maler und die außereuropäische Kunst“

Nr.: 6/2016
Leitzkau, 14. November 2016

Einladung zur Buchpremiere von
Dr. Steffen Wendlik
Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode
Geschichte als Lebensmaxime
Konservatives und geisteswissenschaftliches Engagement
eines nachgeborenen Adligen im Übergang zur Moderne

am Mittwoch, dem 23. November 2016, um 19 Uhr, Kapitelsaal des Klosters Ilsenburg

Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode (1805–1881) ist ein historischer Verlierer, der aber dennoch unser Interesse verdient. Von 1863 bis zu seinem Tode wohnte und arbeitete er zurückgezogen im nach seinen Vorstellungen errichteten neoromanischen „Bothobau“ in der mittelalterlichen Ilsenburger Klosteranlage. Er erlebte den Übergang zur Moderne zwischen dem Untergang des Alten Reiches und der Etablierung des deutschen Kaiserreichs bismarckscher Prägung aus der Perspektive eines nachgeborenen Adligen. Erzogen in der traditionellen Vorstellungswelt seiner Vorfahren, begegnete er dem gesellschaftlichen Wandel mit konsequenter Ablehnung. Vor der sich durchsetzenden Moderne floh der romantisch veranlagte Adlige in intensive Geschichtsstudien. Wer war dieser heute weitgehend in Vergessenheit Geratene?
Steffen Wendlik widmet sein Buch einer exemplarischen Biografie. Er beleuchtet erstmals Graf Bothos Engagement als quellenkritischer Geschichtsforscher, mythologisch interessierter Grimm-Epigone, Burgenkundler, Denkmalpfleger, Protagonist des historischen Vereinswesens und schließlich als heimatverbundener Regionalhistoriker: eine Spurensuche im Harzgebiet, das den Lebensmittelpunkt dieser streitbaren Persönlichkeit bildete.

Die Publikation ist eine Veröffentlichungen der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-
Anhalt, herausgegeben von Dr. Christian Philipsen in Verbindung mit Prof. Dr. Konrad
Breitenborn und Prof. Dr. Mathias Tullner.

Seien Sie sehr herzlich eingeladen.

Dr. Christian Philipsen,
Generaldirektor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.


Nr.: 5/2016
Leitzkau, 29. September 2016

Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen auf Schloss Bothmer: Generaldirektor Dipl.-Ing. Thomas Metz in den Vorstand gewählt; Mitglieder Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus und Dr. Thomas Weiß verabschiedet

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen hat sich vom 22. bis zum 24. September zu ihrer 26. Jahrestagung auf Schloss Bothmer in Mecklenburg-Vorpommern getroffen. Auf der Agenda standen vielfältige Themen aus den Bereichen Verwaltung, Museumswesen, Baudenkmalpflege, Gartendenkmalpflege, Restaurierung und Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Übergeordnetes Thema waren in diesem Jahr die Museumsshops.

Heike Polzin, Finanzministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und somit Gastgeberin der diesjährigen Tagung, hob beim Staatsempfang zur Jahrestagung am Donnerstag, den 22. September, die Bedeutung der Arbeit der Schlösserverwaltungen für den Erhalt des kulturellen Erbes, den Tourismus und die Identitätsvermittlung der Bürgerinnen und Bürger hervor.

Die Jahrestagung der deutschen Schlösserverwaltungen ist das zentrale Austauschforum des wichtigsten Netzwerkes der öffentlichen Träger historischer Schlösser, Burgen und Gartendenkmäler. „Der Erhalt, die Vermittlung und die Erforschung unseres wertvollen kulturellen Erbes erfordert höchste Fachkenntnis und oft ungewöhnliche Lösungen, der enge fachliche Austausch ist daher ein essentieller Beitrag zur Bewältigung unserer Aufgaben“, erläutert Bernd Schreiber, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen und Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Als stellvertretender Vorsitzender neu in den Vorstand gewählt wurde Dipl.-Ing. Thomas Metz (Jahrgang 1955), Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Der studierte Architekt war von 1988 bis 1998 in verschiedenen Leitungsfunktionen in der Rheinland-Pfälzischen Staatsbauverwaltung tätig. 1998 wurde Thomas Metz die Leitung von Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz übertragen. Ab 2001 übernahm er zusätzlich die Leitung des technischen Landesmuseums Koblenz und ab 2006 zudem kommissarisch die Leitung des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz. Seit 2007 ist er mit dem Aufbau und der Leitung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) beauftragt.

Zwei langjährige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wurden im Rahmen des feierlichen Staatsempfangs aus dem Kreis der Arbeitsgemeinschaft verabschiedet.

Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus (geb. 1951), Direktor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, tritt Ende April 2017 in den Ruhestand. Der in Erlangen geborene promovierte Kunsthistoriker und Volljurist begann seine Karriere am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München. 1987 bis 1994 war Prof. Dr. Paulus Leiter der Denkmalschutzbehörde Regensburg. 1994 wurde der bekannte Denkmalpfleger Gründungsdirektor der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die er aus dem Boden stampfte und zu einer hoch anerkannten Kulturinstitution machte. In der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen bekleidete er von 1997 bis 2003 das Amt als stellvertretender Vorsitzender, von 2003 bis 2009 als Vorsitzender und seit 2009 wieder als stellvertretender Vorsitzender. Als engagiertes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft gab Direktor Prof. Dr. Paulus u.a. das Buch „Das Schloss in der Republik“ heraus, in dem die Geschichte der Schlösserverwaltungen publiziert wurde. Prof. Dr. Paulus ist unbestritten einer der wichtigsten Netzwerker der „Schatzkammer Thüringen“.

Dr. Thomas Weiß (geb. 1951), Direktor der Kulturstiftung DessauWörlitz, tritt Ende Januar 2017 in den Ruhestand. Der gebürtige Münchener war nach seinem Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Volkskunde in verschiedenen leitenden Funktionen als Kulturwissenschaftler tätig, bevor er 1994 zum Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten Wörlitz, Oranienbaum, Luisium bestellt wurde. 1997 folgte die Berufung zum Vorstand und Direktor der Kulturstiftung DessauWörlitz. In dieser Funktion errang er im Jahr 2000 einen herausragenden Erfolg, als das Gartenreich Dessau-Wörlitz in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen wurde. Dr. Weiß hatte die schwierige Aufgabe, zwei große Hochwasser zu meistern, die 2002 und 2013 katastrophale Schäden im Gartenreich Dessau-Wörlitz anrichteten. Hier gebührt Direktor Dr. Weiß und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das große Verdienst um den Wiederaufbau und den damit verbundenen Heilungsprozesses der bedeutenden Kulturlandschaft.

Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen, Bernd Schreiber, dankte in seiner Laudatio den verdienten Kollegen für ihre engagierte Mitarbeit und in seiner Eröffnungsrede den Staatlichen Schlössern und Gärten Mecklenburg-Vorpommern für die kompetente Ausrichtung der erfolgreichen Tagung.


Nr.: 4/2016     
Leitzkau, 13. Juni 2016

Einladung zum Tag der Restaurierung im Halberstädter Dom und Domschatz

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt lädt Sie ein zum Tag der Restaurierung im Halberstädter Dom und Domschatz, am Donnerstag, 23. Juni 2016.

Gegenwärtig findet im Dom St. Stephanus St. Sixtus eine Reinigungskampagne von Studierenden der  TH Köln statt, die Bestandteil der Ausbildung der zukünftigen Restauratoren ist. Dieses jährliche Seminar findet bereits zum dritten Mal in Folge statt. Die Stiftung verdeutlicht damit ihr großes Interesse an der Ausbildung der Nachwuchsrestauratoren in Hinblick auf die künftige Erhaltung der wertvollen Kulturgüter an ihren Denkmalen.

Der Tag der Restaurierung soll der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die wichtige Arbeit der Restauratoren am Dom und am Domschatz geben, die oft im Verborgenen abläuft.

Es soll ein Eindruck der Schäden am Kunstgut und von den notwendigen Restaurierungsarbeiten vermittelt werden. Dabei werden die einzelnen Untersuchungs- und Restaurierungsmethoden detailliert jeweils am Objekt vorgestellt.

Gleichzeitig  ist es unser Anliegen, das Interesse für den Halberstädter Dom und seinen Domschatz, der in Deutschland seines Gleichen sucht, zu wecken.

Die Stiftung ist seit 1997 für sämtliche Restaurierungsarbeiten am Halberstädter Dom sowie am Domschatz zuständig und erfüllt damit ihren Stiftungszweck. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit der Domschatzverwaltung und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie zusammen.

Seitdem wurde eine Vielzahl von kunstgeschichtlich bedeutenden Ausstattungsstücken im Dom und im Domschatz restauratorisch bearbeitet. Diese Arbeiten werden von freiberuflichen Restauratoren im Auftrag der Stiftung Dome und Schlösser ausgeführt.

Das Programm

Treffpunkt Westportal
15.oo – 16.oo Uhr  Rundgang im Dom an verschiedenen Stationen
16.oo –  17.oo Uhr  Rundgang im Domschatz an verschiedenen Stationen

Ablauf im Dom

Mit Frau Prof. Dr. Urbanek, Frau Grimm-Remus (Dipl.-Rest.) und Studierenden der TH Köln sind folgende Arbeitsstationen geplant:

  1. Grablege „Busche-Streithorst“ – Vorstellung der Sicherungs- und Reinigungsarbeiten
  2. Südseite des Lettners Skulptur der Maria Magdalena– Erläuterung der Schmutzabnahme
  3. Chorschranken im Chorumgang – Erläuterung der Schmutzabnahme und Bergung abgefallener Teile
  4. Mahrenholz-Epitaph in der Marienkapelle – Vorstellung der Schmutzabnahme und des Monitorings
  5. Marienskulptur in der Marienkapelle und Verkündigungsgruppe im nördlichen Chorumgang – Erläuterung der Fassungsuntersuchung mit dem Stereomikroskop

Ablauf im Domschatz

  1. Remtergang – Öffnen des Heiltumsschrankes und Präsentation zu dessen Konservierung
  2. Gewänderraum – Erläuterungen zur Konservierung und Präsentation der Gewänder
  3. Schatzkammer – Vorstellung der Befunderfassung und Kartierung am Tafelreliquiar
  4. Kapitelsaal – Vorstellung der Restaurierung der Altäre

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Nr.: 3/2016
Jagdschloss Letzlingen, 27.05.2016

„(Fast) alles neu macht der Mai …“ – Die Dauerausstellung im Jagdschloss Letzlingen zeigt sich nun komplett in einem zeitgemäßen Gewand

Vor genau 175 Jahren bereiste Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. die Altmark. Am 28. Mai 1841 machte er auch im alten Schloss Letzlingen Station. Dieser kurze Aufenthalt zeigte nachhaltige Wirkung:
Er stand am Beginn der Wiederentdeckung und Neubelebung dieses von den Hohenzollern fast vergessenen Ortes.

Der auch gestalterisch erneuerte Ausstellungsteil im ersten Obergeschoss informiert Besucher über die Zeitspanne von der Errichtung der einst als „Hirschburg“ bezeichneten Anlage bis hin zu ihrer Wiederbe­lebung unter Friedrich Wilhelm IV.. Er knüpfte mit der Etablierung der königlich-preußischen Hofjagden in den Revieren der Colbitz-Letzlinger Heide zugleich an die waidmännischen Traditionen seiner Vorfahren an. Damit zeigt sich die Dauerausstellung, deren Aktualisierung 2014 mit der umfassenden Erweiterung der Präsentation auf das zweite Obergeschoss eingeleitet wurde, in einem einheitlichen Erscheinungs­bild.

Die Ausstellung bereichern nun dauerhaft zwei wertvolle Porträts, die den Schlosserbauer Johann Georg von Brandenburg und seine Gemahlin Sophia von Liegnitz zeigen. Kunsthandwerk mit jagdlichen Mo­tiven illustriert noch stärker als zuvor den Themenkomplex der Jagd im 17. und 18. Jahrhundert. Einen inhaltlichen Schwerpunkt stellen nach wie vor die Umbauten und die Neuausstattung des Hauses ab 1843 dar. Zusätzlich zu den im letzten Jahr aufgestellten originalen Möbelstücken kann die Stiftung nun zwei weitere, ursprünglich aus dem Schloss stammende Armlehnstühle nach umfassender Restaurie­rung präsentieren.

Die Ausstellung ist im Sommerhalbjahr wochentags außer montags von 10.00 bis 16.00 Uhr und an Wochenenden von 10.00 bis 16.30 Uhr (letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit) geöffnet.


Nr.: 3/2016/KM
Kloster Michaelstein, 19.05.2016

Michaelsteiner Chansontage 2016

Ganz im Zeichen der Liedermacher und des Chansons stehen die Veranstaltungen am 21. und
22. Mai 2016 im Rahmen der Michaelsteiner Chansontage 2016. Vor 40 Jahren fanden erstmals Treffen von Liedermachern im ehemaligen Zisterzienserkloster statt, nach einigen erfolgreichen Jahren mussten die Chansontage jedoch nach Langeln ausweichen.

Wolf-Dieter Skibba war ein Mitstreiter der ersten Stunde und Teilnehmer an allen Chansontagen, auf seine Anregung hin und vor allem durch seine intensive Vorbereitungsarbeit werden sich nun am Wochenende Liedermacher treffen und neben dem Austausch auch ein öffentliches Programm anbieten.

Ein Vortrag zu den Berliner Gassenhauern (Sa., 10.00 Uhr), ein Rückblick auf die Chansontage der 70er/80er Jahre (Sa., 14.30 Uhr), ein Konzert der Gruppe 100einz mit Musik von Gerhard Gundermann (Sa., 16.00 Uhr) und der große Liedermacherabend (Sa., 19.30 Uhr, Musikscheune) sowie ein Kinderprogramm (So., 11.00 Uhr) stehen auf dem Programm. Darüberhinaus können sich Musiker Anregungen holen bei Workshops mit Thomas Riedel und Wolfgang Rieck holen. Interessenten melden sich bitte unter 03944/903027.

Die Chansontage finden mit freundlicher Unterstützung der
Gesellschaft der Freunde „Michaelstein“ e.V. statt.

Informationen und Karten zu den Veranstaltungen gibt es unter
www.kloster-michaelstein.de, Vorverkauf in den Touristinfos und allen
Reservix-Verkaufsstellen.

Das Programm im Überblick:
Sonnabend, 21.5.2016 | 10 Uhr | Stallgebäude
Der Berliner Gassenhauer von „Bolle“ bis „Zickenschulze“ (Lieder,
Couplets, Moritaten, Witze und Anekdoten)
Vortrag von Peter Schultze

Sonnabend, 21.5.2016 | ab 11 Uhr | Workshops im Stallgebäude
„Vers, Melodie und Podium“ – eine Liedwerkstatt mit Wolfgang Rieck und
„Gitarrentipps“ mit Thomas Riedel

Sonnabend, 21.5.2016 | 14.30 Uhr | Stallgebäude
Chanson & Lyrik ’76 – ’84: Rückblick mit Wolf-Dieter Skibba

Sonnabend, 21.5.2016 | 16 Uhr | Refektorium
Kommen und Gehen – Musik von Gerhard Gundermann
Gruppe 100einz, Wernigerode

Sonnabend, 21.5.2016 | 19.30 Uhr | Musikscheune
Liedermacherabend mit Wolfgang Rieck (Rostock), Peter Schultze (Berlin),
Markus Geng (Leipzig), Thomas Riedel und Magdalena Engel (Barleben),
Gruppe Wildemann (Berlin), Wolf-Dieter Skibba (Blankenburg) u.a.

Sonntag, 22.5.2016 | 11.00 Uhr | Musikscheune
Konzert für Kinder mit Wolfgang Rieck (Rostock), Wolf-Dieter Skibba
(Blankenburg) u.a.


Nr.: 2/2016
Leitzkau, 10.02.2016

GUTE ZUSAMMENARBEIT
zwischen Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Förderverein Dom zu Magdeburg e.V. und Deutscher Stiftung Denkmalschutz für die Restaurierung des Lettners im Dom zu Magdeburg.

Heute trafen sich vor dem Lettner im Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg VertreterInnen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und des Fördervereins Dom zu Magdeburg e.V. zur Spendenübergabe an die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

Die 3.000 Euro von der DSD und 4.871 Euro vom Domförderverein dienen der Erstellung eines konservatorisch-restauratorischen Konzeptes für die Restaurierung des Lettners.
Der Lettner ist eine kunstvoll gestaltete Schranke aus Sandstein, die seit mehr als 500 Jahren den Hohen Chor vom Langhaus trennt und bis heute liturgisch genutzt wird. Jedes seiner 13 Segmente wird durch eine Skulptur charakterisiert und auf der Rückseite befindet sich ein kunstvoll gestalteter Treppenturm. Aufgrund seines Alters weist das Kunstwerk aus dem Mittelalter Schäden und Spuren früherer Reparaturen auf, die eine komplette Überarbeitung erfordern. Es sind schädigende Steinergänzungen, offene Fugen, Rostsprengungen, die aufsteigende Feuchtigkeit und die Salzbelastung zu beheben.

Für die komplette Restaurierung des spätgotischen Lettners hat es sich der Förderverein Dom zu Magdeburg e.V. zum Ziel gesetzt, Spenden in Höhe von insgesamt 270.000 Euro zu sammeln. Bislang wurden rund 82.000 Euro eingeworben.

Bitte unterstützen auch Sie die Restaurierung des Lettners. Auf der Internetseite des Fördervereins Dom zu Magdeburg e.V., www.magdeburgerdom.de, können Spender ihren „Stein für die Ewigkeit“ auswählen.

Lettner

Ralf Lindemann (SDS), Astrid Kuscher (DFV), Claus Mangels (DSD), Ursula Klinger (DFV), © Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.


Nr.: 1/2016
Leitzkau, 29.01.2016

Dome, Schlösser und Burgen – Dreiviertelmillion Besucher in 2015

2015 konnten in den Museen der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt 220.117 Besucher begrüßt werden, im Vergleich zu 2014 eine Steigerung von 6,84 Prozent. „Das war ein gutes Jahr, ein Ergebnis der guten Arbeit aller Kollegen“, kommentierte Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der SDS die Zahlen des ersten Jahres unter seiner Amtsleitung.

Für Burg Falkenstein war die Sonderausstellung „Spuk auf Burg Falkenstein“ ein Besuchermagnet. Die beliebteste Burg im Harz zählte 75.742 Gäste, damit knapp 6.000 mehr als 2014. Dem folgt Schloss Neuenburg mit 55.081 Besucher/-innen, die zwischen April und November viel über „zünftig trinken – ständisch saufen“ – von Gefäßen und Ritualen“ erfahren konnten. Den beachtlichen Anstieg von circa 8.000 kann das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) mit 47.500  Besuchern vermelden; das stellt eine Steigerung von 19% dar! Auch das Kloster Michaelstein verzeichnet im Museum mit Musikausstellung, Klostergarten und Klausur ­einen Besucheranstieg von 5.800 Gästen und kommt auf damit 18.769 Eintritte. Die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg konnte mit einem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm, darunter beispielsweise „Das Narrenrad – Karikaturen von Lyonel-Feininger und seiner Gegenwart“, 14.886 Eintrittskarten verkaufen. Die Schlosskirche Goseck, erst im April 2015 mit einer neuen Ausstellung zur Bau- und Kirchengeschichte  eröffnet, haben bereits 4.330 Besucher bestaunt. Im Jagdschloss Letzlingen wurde die Ausstellung durch restauriertes Mobiliar komplettiert, was ebenfalls rund 4.000 Touristen anzog.

Schließlich wurde die Ausstellung in Schloss Leitzkau von 2.010 Besuchern angeschaut.
Mit rund 28.500 Gästen auf der Konradsburg, der Eckartsburg und im Schloss Plötzkau melden unsere Pächter ebenfalls eine erfreuliche Steigerung der Besucherzahlen.

Laut Auskunft der Domgemeinden erfreuten sich unsere Dome folgender Besucherzahlen:
Dom St. Marien Havelberg – Dank der BUGA 2015: 268.135
Dom St. Mauritius und St. Katharina  Magdeburg: 132.430
Dom zu Halle: 18.201
Dom St. Stephanus und St. Sixtus Halberstadt und Domschatz: rund 78.000

Die Stiftung hatte in 2015 in ihren Denkmalen insgesamt 750.000 Besucher.

Und in 2016:
Von März bis September wird das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) „Paris … an die Saale“ holen. Das Ausstellungsereignis 2016: „Magie des Augenblicks“, berühmte Werke von van Gogh über Cézanne, Bonnard und Vallotton bis Matisse aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler. www.kunstmuseum-moritzburg.de
In der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg gibt’s die Jubiläumsausstellung 1936 – 1956 – 1986 – 2016. www.feininger-galerie.de
Mit der Kulturgeschichte des Kaffees beschäftigt sich von April bis Oktober Schloss Neuenburg www.schloss-neuenburg.de und auf Burg Falkenstein wird das Mittelalter erlebbar www.burg-falkenstein.de. Die Musik spielt in Michaelstein www.kloster-michaelstein.de und ergänzt das Jahresprogramm unserer vielseitigen Stiftung.