Presseinformationen 2012

Nr.: 19/2012
Halberstadt/Leitzkau, 06. Dezember 2012

Dom St. Stephanus und St. Sixtus zu Halberstadt
Figurentabernakel erhielten Winterkleid

Am Donnerstag, dem 06.12.2012, haben der Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Boje E. Hans Schmuhl und Ralf Lindemann, Abteilungsleiter Bau- und Liegenschaften der Stiftung, an der Nordseite des Halberstädter Domes erstmals die Wintereinhausung der 3 Tabernakel mit den Originalfiguren vorgestellt. Diese Wintereinhausung soll die Skulpturen vor schädlichen Witterungseinflüssen schützen, speziell vor Feuchtigkeit im Zusammenhang mit Frost. Ein Durchfeuchten und Überfrieren der Steinoberfläche kann bei diesen vorgeschädigten Skulpturen immer wieder zu Schäden an der Substanz führen.

Die Wintereinhausung, die künftig von November bis Ostern angebracht wird, verdeckt natürlich die Sicht auf die Skulpturen. Um dem Betrachter einen Eindruck der Figuren zu vermitteln, wurden Schattenrisse der Skulpturen auf die frontseitige Folienbahn gedruckt. Der Farbton der Folie ist so gewählt, dass sie sich gut in die Fassade des Domes einfügt. Beim Rückbau der Wintereinhausung zu Ostern wird der Zustand der Skulpturen von einem Restaurator überprüft.

Die Tabernakel selbst stellen als „Figurenhäuschen“ bereits einen gewissen Schutz dar, allerdings nur von oben. Mit der Wintereinhausung durch jeweils drei Bahnen aus einer Spezialfolie werden die Figuren auch seitlich gegen Regen, Wind und Schnee geschützt. Die Unterteilung in drei einzelne Bahnen ist erforderlich, damit das Anbringen der Einhausung auch für eine einzelne Person vom Hubsteiger aus möglich ist.

Die Figurentabernakel gelten als prägendes gestalterisches Element des Domes. Sie entstanden in der zweiten gotischen Bauphase, als in der Zeit von Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1317 die drei westlichen Joche des Langhauses errichtet wurden.

Erst im letzten Jahr konnte die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt als Eigentümerin des Domes zu Halberstadt nach 3jähriger Restaurierung die Fertigstellung der Tabernakel bekannt geben. Diese Maßnahme war Dank der finanziellen Unterstützung von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Harzsparkasse möglich.


Nr.: 18/2012
Halberstadt/Leitzkau, 03. Dezember 2012

Spendenaktion „scheibchenweise II“ gestartet

Nachdem am Pfingstsonntag diesen Jahres das neu gestaltete Südquerhausfenster im Dom zu Halberstadt nach siebenjähriger Vorbereitungs- und Ausführungszeit offiziell in den Dienst gestellt werden konnte, beginnen nunmehr die Vorbereitungen für das Nordquerhausfenster.

Die Herstellung des Südquerhausfensters wurde durch das breite bürgerschaftliche Engagement vieler Unterstützer möglich. Ähnlich wie bei der im Jahr 2006 begonnenen  Aktion „scheibchenweise“  für das  Südquerhaus können Interessierte ab sofort ihre persönliche Fensterscheibe im Fenster des Nordquerhauses erwerben.
Weitere Informationen können unter http://www.dome-schloesser.de/halberstadt.html#Nordquerhausfenster abgerufen werden.
Jede noch so kleine Spende ist von großer Bedeutung und willkommen. Zuwendungsbestätigungen werden ab 100 € erstellt.

Die beiden Querhausfenster des Halberstädter Domes sind für die Architektur und Lichtführung entscheidend. Die Entstehung der Farbverglasung im Nordfenster des Querhauses wird um 1474 nach Abschluss der Bauarbeiten angenommen. Das Fenster wurde 1625 einschließlich der Scheiben im Maßwerk neu verglast. Der mittelalterliche Glasmalereibestand hatte sich bis 1945 in dem Fenster erhalten. Beim Luftangriff am 8. April 1945 zerbarst die Verglasung durch den Druck der Detonation in kleinste Teile und war damit für immer verloren. Unter unsäglichen Mühen wurde der Dom unmittelbar nach dem Krieg in jahrelanger Arbeit wieder instand gesetzt. Dabei wurde auch das Nordquerhausfenster  repariert und mit einer Notverglasung versehen. Als das Südquerhaus durch die heutige Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt zu Beginn des 21. Jahrhunderts instand gesetzt wurde, erhielt auch das Nordquerhausfenster  eine Schutzverglasung.

Die Neugestaltung der beiden Fenster wurde bereits im Jahr 2005 in einem Wettbewerb unter dem Thema „Offenbarung und Neuschöpfung“ ausgelobt. Eine von Fachleuten besetzte Jury entschied sich aus sechs Vorschlägen für den Entwurf von Günter Grohs aus Wernigerode.


Nr.: 17/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 26. Oktober 2012

„Es ist Nacht auf Burg Falkenstein“ – eine Taschenlampenführung am 17.11. und 30.11.2012,
jeweils um 17.30 Uhr

Es ist Nacht.
Die Burg Falkenstein liegt im Dunkeln.
Doch ein paar Lichter bewegen sich durch die Räume …
Sind da die Burggeister unterwegs?
Wer glaubt denn an Geister?

Es sind Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, die die Burg mit der Taschenlampe entdecken. Die Kellerräume, die Kapelle mit der Sakristei, der Rittersaal und das Verlies sind in Dämmerlich getaucht und erzählen ihre eigene  Geschichte. Dabei betreten sie hier und da den Bereich der Sagen und Legenden. Zum Abschluss wird Süßholz geraspelt und man sitzt am Feuer in der Alten Küche…

Die Familienführung richtet sich an Familien mit Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren und findet am
17.11. und 30.11.2012, jeweils um 17.30 Uhr, statt. Treffpunkt ist am Kassengebäude. Der Preis beträgt 5,50 € für Erwachsene und 2,80 € für Kinder. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 20 Personen begrenzt, so dass dringend um eine vorherige Anmeldung unter Tel.-Nr. 03 47 43 – 53 55 915 oder per Email an a.fischer@dome-schloesser.de gebeten wird.

Die Teilnehmer sollten eine Taschenlampe mitbringen und an warme Kleidung denken.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Fußweg zur Burg nicht beleuchtet ist.


Nr.: 16/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 26. September 2012

„575 Jahre Übernahme des Falkensteins durch die Asseburger“
Geschichtliches zum Anfassen, Staunen und Schmunzeln beim 18. Burgfest auf der Burg Falkenstein im Harz am 03. und 06. bis 07. Oktober 2012

Das 15. Jahrhundert war eine Zeit des Umbruchs, wo nichts mehr so blieb wie es war…

Doch ganz im Sinne einer rebellischen Zeit erfährt der Besucher zum 18. Burgfest am Mittwoch, dem 03. und am Wochenende, dem 06./07. Oktober, wie es den Asseburgern gelang, die Burg zu erhalten, über 500 Jahre zu verwalten und aufhebenswert bis in eine neue Ära zu retten.

Der alte Busso I. und der wackere Bernd IV. begannen nämlich ihre Herrschaft mit einem Falkenturnier hoch zu Ross (Sa./So.) und allen erdenklichen Fest- und Köstlichkeiten. Und auch auf Theaterkunst wird auf der alten Burg ganz im mittelalterlichen Stil Wert gelegt, so etwa: das Theater im Globus mit seinen Märchen für Kinder (Mittwoch) bzw. Mira Mas – das Theater mit Weltakrobatik (Sa./So.). Bertholder und die Bertholdin können im Märchenduell ebenso erlebt werden (Sa./So.) wie eine fantastische Feuershow, verbunden mit Flugträumerischer Seilakrobatik (Mittwoch). Musik ertönt von allen Zinnen, gespielt von den unglaublichen Krless (Sa./So.), Musica Vagantium und dem scherblichen Getön von Scherbelhaufen (Mittwoch/Sa./So.).

Hinweis: Führungen durch die Ausstellung sowie Vorführungen des Falkenhofes finden während der Veranstaltungstage nicht statt!


Nr.: 15/2012
Leitzkau/Magdeburg, 18. September 2012

Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg
Vorstellung der neuen Wasserspeier

Am Dienstag, dem 18.09.2012, stellten der Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Boje E. Hans Schmuhl und der Abteilungsleiter Bau der Stiftung, Ralf Lindemann, die fünf neuen Wasserspeier vor, die Ende September am Westwerk des Domes zu Magdeburg montiert werden sollen.
Dort finden derzeit umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten statt. Die vollständige technische Wiederherstellung aller für die Gebäudeentwässerung notwendigen Elemente ist dabei nur eine von vielen Maßnahmen.
Die Wasserspeier im Umfeld des westlichen Hauptportals sind diesbezüglich auch Bestandteil des Entwässerungssystems, wobei die Funktion der Speier nicht nur unmittelbar der Wasserableitung dient, sondern auch unter gestalterischen und liturgischen Aspekten zu sehen ist.
Durch Bombeneinschlag während des Zweiten Weltkrieges gingen fünf der insgesamt zehn Portalwasserspeier unwiderbringlich verloren. In Folge des Bombentreffers drang Wasser ungeregelt in die Pfeiler- und Portalkonstruktion ein, was zu zahlreichen Schäden, auch an der Portal- und Strebepfeilerarchitektur, führte.
Neben dem Erfordernis, die Portalentwässerung rein technisch wiederherzustellen, verlangt die exponierte Lage der Wasserspeier im unmittelbaren Nahsichtbereich des Hauptportals auch nach einer denkmalpflegerisch vertretbaren und ästhetisch ansprechenden Lösung. Die Ensemblewirkung des Portalbereichs soll durch die künstlerische Ergänzung der fehlenden Wasserspeier wieder gestärkt werden.

Die Wiederherstellung der Wasserspeier im Bereich des nördlichen Portalstrebepfeilers erfolgte über einen Künstlerwettbewerb mit anschließender Realisierungsphase. Ziel des Wettbewerbs war es, künstlerische Ideen bzw. Realisierungsvorschläge für die Wiederherstellung der fünf Wasserspeier zu finden. Die neuen Speier sollten in ihrer Formensprache und Kubatur das ursprüngliche Thema wieder aufnehmen und nach modernem Kunstverständnis realisiert werden.
Ausloberin des Wettbewerbs war die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt. In der Planung und Bauleitung für den Kunstwettbewerb zeichnete sich die Fa. ProDenkmal aus Berlin verantwortlich.
Der Wettbewerb wurde in einem regional begrenzt-offenem Verfahren ausgeführt, an dem sich 35 Künstler in der 1. Stufe beteiligten. Davon wurden 7 Künstler ausgewählt, in der 2. Stufe plastische Gipsmodelle, einen Erläuterungstext und entsprechendes Kostenangebot einzureichen.

Die Jury aus 9 Mitgliedern – vom Stiftungsdirektor über den Berufsverband Bildender Künstler, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, der Ev. Domgemeinde, der Stadt Magdeburg, die Kunstsachverständigen  Frau Prof. Mahn und Prof. Goebel bewertete die Arbeiten. Auswahlkriterien waren dabei die künstlerische Qualität der Entwürfe, die Originalität und Ausdruckskraft der Figurationen und die gestalterische und stilistische Einbindung in den historischen Bestand. Berücksichtigung fanden auch die technische Umsetzbarkeit und die Kosten zur Realisierung des Projektes.

Als gemeinsamer Sieger des Wettbewerbs ging eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Bildhauern hervor.

Kornelia Thümmel aus Dresden übernahm die Ausführung von 3 Wasserspeiern:

·    „Die Falschheit“ – Ziegenbock mit Maske
·    „Die Hast“ – Katzenhaftes Wesen mit mehreren Beinen und Augen
·    „Der Hochmut“ – Löwe mit Menschen im Beutel“

Jeweils einen Wasserspeier gestalteten

Marcus Golter aus Potsdam
·    „Höllenhund“ – Das Raubtier

Martin Roedel aus Halle/Saale
·    „Flughund“ – Der Drache

Das gesamte Projekt der neuen Wasserspeier wird durch eine Spende von Herrn Dipl.-Ing. Edgar Wieske aus Hamburg, gebürtiger Magdeburger, finanziert.


Nr.: 14/2012
Leitzkau/Hamersleben, 04. September 2012

„Tag des offenen Denkmals“ am 09.09.2012 – Thema:  HOLZ
Vortrag in der Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben

Im Rahmen des „Festsommers Hamersleben“, mit dem das diesjährige 900jährige Jubiläum von Kloster und Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben begangen wird, referiert Diplom-Restauratorin Helma Konstanze Groll am Sonntag, dem 09.09.2012 um 17.00 Uhr in der Stiftungskriche St. Pankratius in Hamersleben (ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stiftung) zum Thema „Die Restaurierung der Altargemälde in der Stiftskirche“.

Zum „Tag des offenen Denkmals“, der in diesem Jahr dem Thema „Holz“ gewidmet ist, wird eine der Besonderheiten der romanischen Stiftskirche in den Mittelpunkt gestellt: der 1687 fertig gestellte barocke Hochaltar, ein klassischer Wechselaltar. Zum Holzrahmen des Wandelaltars gehören fünf Altarbilder, von denen Frau Groll in den vergangenen Jahren drei restauriert hat.

Anlässlich des Vortrages wird es die seltene Gelegenheit geben, diese Altarbilder vorgestellt zu bekommen.

Zu der Veranstaltung wird ganz herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, mit einer Spende zum Erhalt der Stiftskirche beizutragen.

Veranstaltungsort: Stiftskirche St. Pankratius
Klosterhof 8
39393 Hamersleben


Nr.: 13/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 31. August 2012

„Verdammt natürlich“ – eine Sonderausstellung der Schönebecker Künstlerin Anke Zacharias
auf der Burg Falkenstein vom 10. September – 18. November 2012

Schnelligkeit und Hektik bestimmen die heutige Zeit. Mit ihren Bildern möchte die Schönebecker Künstlerin Anke Zacharias dem Betrachter einen Moment der Ruhe schenken. Unter dem Titel „Verdammt natürlich“ präsentiert sie ab dem 10. September 2012 in einer Sonderausstellung auf der Burg Falkenstein eine Auswahl ihrer Arbeiten. Die Ausstellung bietet einen Querschnitt ihres aktuellen Schaffens. Schwerpunkt ihrer Arbeiten sind stimmungsvolle Landschaftsbilder, Sehnsuchtsbilder, in denen verschiedene Techniken Anwendung finden. Neben Acryl- und Ölbildern sind auch Ölpastelle zu sehen.

Ihre Bilder sind nicht nur ein Spiegel der Natur, sondern geben dem Betrachter die Möglichkeit zu träumen und seine ganz persönliche Geschichte zu finden.

Die offizielle Ausstellungseröffnung ist am 09. September 2012 um 15 Uhr in der Kutscherstube der Burg Falkenstein.
Regulär zu sehen ist die Ausstellung auf der Burg Falkenstein ab dem 10. September 2012 täglich von 10.00 Uhr bis
17:30 Uhr. Der letzte Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung.
Die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis enthalten.


Nr.: 12/2012
Gemeinsame Presseinformation der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt und
der Katholischen Pfarrei Oschersleben
Leitzkau/ Oschersleben, 22. August 2012

900 Jahre St. Pankratius Hamersleben
Aktuelle Veranstaltungen im Rahmen des Festsommers Hamersleben

Im Rahmen des „Festsommers Hamersleben“, mit dem das diesjährige 900jährige Jubiläum von Kloster und Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben begangen wird, findet am Samstag, den 25.08.2012 um 17.00 Uhr in der Stiftskirche  St. Pankratius in Hamersleben (ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift) das nächste Orgelkonzert statt. Als Organist wird Peter Hechfellner aus Hamburg die Orgel in der Kirche zum klingen bringen. Er hat ein ganz von Festfreude geprägtes Programm zusammengestellt und spielt Werke von Clarence Lucas, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Guy Marie Ropartz u.a..

Außerdem findet anlässlich des Festtages des heiligen Augustinus am Dienstag, den 28.08.2012 um 15.30 Uhr ein Vespergottesdienst ebenfalls in der Stiftskirche in Hamersleben statt. Er wird getragen von den Ordensleuten im Bistum Magdeburg und gestaltet vom Huysburger Benediktinerkonvent. Im Anschluss daran spricht um 17.00 Uhr Prof Dr. Rainer Berndt SJ aus Frankfurt am Main in einem öffentlichen Vortrag über den bedeutenden Theologen und Philosophen Hugo von St. Viktor (1097-1141), der sein Klosterleben in Hamersleben begann.

Zu den Veranstaltungen wird ganz herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, mit einer Spende zum Erhalt der Stiftskirche beizutragen.

Nähere Informationen zum Programm des Festsommers finden Sie unter www.dome-schloesser.de bzw. www.kathleben.de

Veranstaltungsort: Stiftskirche St. Pankratius
Klosterhof 8
39393 Hamersleben


Nr.: 11/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 27. Juli 2012

„Sommerferien auf der Burg Falkenstein“ vom 02. bis 30. August 2012

Die Sommerferien haben begonnen und die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Museum Burg Falkenstein, lädt alle interessierten Ferienkinder wieder zu einem bunten und abwechslungsreichen Sommerferienangebot auf die Burg Falkenstein im Harz ein.

Jeden Dienstag und Donnerstag jeweils von 10 bis 15 Uhr können sich unsere jungen Besucher in der mittelalterlichen Werkstatt je nach Angebot mit Leder, Wolle, Wachs oder Filz betätigen oder Ihr Können in mittelaltelichen Spielen unter Beweis stellen.

Alle Angebote sind im Eintrittspreis enthalten, ggf. fallen Materialkosten an.
Das jeweilige Tagesprogramm wird durch Aushang bekannt gegeben.


Nr.: 10/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 25. Juli 2012

7. Falkensteiner Minneturnier auf der Burg Falkenstein im Harz
am Sonnabend, dem 4. August 2012 um 19.30 Uhr

Zum inzwischen siebten Mal findet auf der Burg Falkenstein im Harz ein Minneturnier statt – in diesem Jahr begleitet vom mdr-Fernsehen, das im Rahmen einer Live-Sendung am gleichen Abend auch von der Burg Falkenstein berichten wird.

Beim Turnier dabei sind mehr als 20 Akteure aus ganz Deutschland. Es geht diesmal um „Traumpaare des Mittelalters“. Die bewährten Moderatoren Meister Frauenlob und Henker Stempfel begrüßen fünf legendäre Liebende aus großer Zeit. Ihre Geschichten werden an diesem Abend aufbereitet, natürlich mit viel Gesang und Musik auf historischem Instrumentarium.

An diesem Abend sind Duette gefragt: Bekannte Akteure aus den Falkensteiner Wettbewerben dürfen sich dafür weibliche Unterstützung suchen. Natürlich ist auch für das Drumherum gesorgt: Da wird rezitiert, erzählt und gesungen und gespielt, bei jedem „Traumpaar“ auf die passende Art. Ein abwechslungsreicher Abend ist also garantiert.

Die ausgesuchten Paare sind jedenfalls in heißer Liebe zu einander entbrannt: Kriemhild schließt Siegfried, den fast unbezwingbaren Drachentöter, fest in ihre Arme. Elisabeth von Thüringen findet in dem jungen Landgrafen Ludwig den idealen Beschützer und Förderer ihrer guten Werke. Eleonore von Aquitanien, machthungrig und lebensgierig, verbindet sich mit dem englischen König Heinrich II. Der Priester und Philosoph Abaelard verliebt sich in seine Schülerin, die Nonne Héloise. Und Tristan und Isolde trinken gemeinsam ahnungslos von einem Liebestrank, der sie ein Leben lang aneinander fesselt.

Versierte Sänger der deutschsprachigen Minnesänger-Szene sind im Einsatz: Wilfried Staufenbiel, Hans Hegner, Frank Wunderlich, Knud Seckel, Thomas Schallaböck und Gisbert Ostermann. Weit mehr als sonst beim Minneturnier spielen bei diesem Konzept aber auch Theater-Elemente eine Rolle. Dafür, dass das gut gelingt, garantieren die Akteure vom Musiktheater Dingo, das seit vielen Jahren mittelalterliche Stoffe auf die Bühne bringt. Ein ganz besonderes Minneturnier also. Für eine kurzweilige Moderation sorgen wie immer Meister Frauenlob und Henker Stempfel.

Karten zum Preis von 15,00 €, ermäßigt 12,00 € können bestellt werden unter:
Tel. 034743 / 535590 oder per Mail unter falkenstein@dome-schloesser.de

Matinee am Sonntag

Burg Falkenstein, Königszimmer
Sonntag 05. August 2012, 11.00 Uhr

Traditionellerweise gibt es am Sonntag nach dem Minneturnier eine Matinée um 11.00 Uhr im Königszimmer der Burg Falkenstein. Diesmal spielt der Vorjahressieger des Minneturniers Thomas Schallaböck aus Salzburg auf, auch bekannt vom Ensemble Dulamans Vröudenton, eine der bekanntesten Österreicher Gruppen im Bereich Alte Musik. Das Motto seines Konzertes lautet „Minnelieder und Liederliches“.

Karten zum Preis von 8,00 €, ermäßigt 5,00 € können bestellt werden unter:
Tel. 034743 / 535590 oder per Mail unter falkenstein@dome-schloesser.de


Nr.: 09/2012
Gemeinsame Presseinformation der Stiftung Dome und Katholische Pfarrei Oschersleben
Leitzkau/ Oschersleben, 19. Juli 2012

Der Höhepunkt des „Festsommers Hamersleben“ anlässlich des diesjährigen Jubiläums wird am Sonntag, dem 22. Juli 2012, in der Stiftskirche St. Pankratius in Hamersleben (ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift) feierlich begangen. Um 10.30 Uhr wird Bischof Dr. Gerhard Feige eine Bischofsmesse zelebrieren, an deren Ende Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff ein Grußwort halten wird.

Beim anschließenden Empfang werden neben dem Pfarrer der Katholischen Pfarrei Christoph Sperling, der Vorstand der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt Boje E. Hans Schmuhl, der Pfarrer der benachbarten evangelischen Gemeinde Hamersleben Dr. Martin Schulz, Landrat Hans Walker sowie die Gebietsbürgermeisterin der Gemeinde „Am Großen Bruch“ Eva Stroka die Gäste begrüßen und das gemeinsame Gemeindefest im Klostergarten einleiten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der Stiftskirche.

Mit einer Orgelandacht, zu der Hermann Bode, Dommusikdirektor a.D. (Hildesheim), die Orgel in der Kirche zum Klingen bringen wird, findet der Festtag seinen Abschluss.

Zu den Veranstaltungen wird ganz herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit, mit einer Spende zum Erhalt der Stiftskirche beizutragen.

Nähere Informationen zum Programm des Festsommers finden Sie unter www.dome-schloesser.de bzw. www.kathleben.de

Veranstaltungsort: Stiftskirche St. Pankratius
Klosterhof 8 39393 Hamersleben


Nr.: 08/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, 17. Juli 2012

„Gelebtes Mittelalter– ein Spectaculum für Kinder“ vom 24. – 31. Juli 2012 auf Burg Falkenstein

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Museum Burg Falkenstein, sowie der Verein „Gelebtes Mittelalter e.V.“ mit den Greifenrittern und ihren Freunden laden vor allem alle kleinen Besucher vom 24. – 31. Juli, täglich von 10:00 Uhr – 18:00 Uhr auf die Burg Falkenstein ein. Die Besucher können sich verzaubern lassen und sich auf tolle Ferientage mit viel Spaß und Attraktionen für die ganze Familie freuen.

Verschiedene Handwerker wie Korbflechter, Seiler oder Löffelschnitzer laden im historischen Umfeld zum Mitmachen ein. So können eigene Ledersäckchen gebastelt oder mittelalterliche Gesellschaftsspiele wie Mühle auf selbst bemalten Lederscheiben gespielt werden.

Im mittelalterlichen Feldlager gibt es Interessantes über Gewandungen und Ausrüstungen zu erfahren. Außerdem wird den jungen Besuchern die Gelegenheit geboten, sich zum „Knappen ausbilden“ zu lassen, um dann mit den Greifenrittern in den „Kinderfeldzug zu ziehen“.

In der Alten Burgküche kann beim Schaukochen die Zubereitung mittelalterlicher Speisen über dem lodernden Feuer erlebt werden, während der Falkenhof auf der Vorburg Einblicke die mittelalterliche Kunst der Falknerei gewährt.
Alle Aktionen sind im Eintrittspreis enthalten, ggf. fallen Materialkosten an.

Das jeweilige Tagesprogramm wird durch Aushang bekannt gegeben.

Nähere Informationen hierzu finden Sie auch unter www.gelebtesmittelalter.de/index


Nr.: 07/2012
Leitzkau/Magdeburg, 12. Juni 2012

Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg –
Sensationeller Überraschungsfund von historischen Putzritzungen

Innerhalb der umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Dom zu Magdeburg sind die Putzritzungen im östlichen Kreuzhof aus dem 13. Jh. mit dem zentralen Bildnis Ottos I. und seiner beiden Frauen bereits seit Jahrzehnten Gegenstand restauratorischer Arbeiten. Vor dem für Ende 2012 geplanten Abschluss der Restaurierungsarbeiten wurden dabei jetzt  weitere Putzritzungen freigelegt.

Am Dienstag, den 12.06.2012 haben der  Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Boje E. Hans Schmuhl und Ralf Lindemann, Abteilungsleiter Bau und Liegenschaften der Stiftung,  gemeinsam mit dem Restaurator Thomas Groll den sensationellen Fund vor Ort im Kreuzhof vorgestellt.

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten im Kreuzhof  musste jetzt ein Epitaph auf Grund starker witterungsbedingter Schädigung von der Wand abgenommen werden. Unter dem 1629 dort angebrachten Epitaph kamen die Putzritzungen zum Vorschein, welche bereits um 1240 entstanden sind. Obwohl die Putzritzungen bis zur Anbringung des Epitaphs fast 400 Jahre offen standen, erscheinen die nun nach der Abnahme des Epitaphs sichtbaren Ritzungen nahezu im „Originalzustand“. Es lässt sich sehr gut erkennen, wie die Putzritzungen angelegt wurden und welche Gestaltungsintensionen damit verfolgt wurden.

Von der Technik her sind es Scrafitti mit „herausgekratzten“, rauhen Hintergründen und sehr glatten, erhaben wirkenden Darstellungen mit wiederum differenzierten Binnenzeichnungen. Deutlich erkennbar sind die verschiedenen Tiefen und „Strichstärken“. Da die großen gestalterischen Linien recht tief und auch breit sind, wirkt es in Teilen fast wie ein Relief. Bei Seitenlicht sind die Darstellungen sehr gut ablesbar. Deutlich erkennbar sind im oberen Bereich Reste einer Bischofsfigur.

Im unteren Bereich zeichnet sich neben einem Ornamentband ein Fabeltier ab. Interessant sind auch die Putzfarbe und eine untere Abschlusskante, die die Ritzungen wohl wie ein Teppich auf der Wand erscheinen ließen. Intensive wissenschaftlichen Untersuchungen der offen liegenden Bereich werden sich anschließen.

Putzritzungen sind Abbildungen, die mit bestimmten spitzen Werkzeugen in den frischen Putz gearbeitet werden.

Zwar wurden auch die bisherigen Befunde der Putzritzungen genauestens untersucht und beforscht, jedoch konnte ein bestimmtes technologisches Vorgehen nicht nachvollzogen werden. Während alle bisherigen Befunde von Putzritzungen aufgrund ihrer Lage im Außenbereich stark bewittert waren, ist der jüngste Fund vor allem auch wegen seines erstaunlich guten Erhaltungszustandes so sensationell.


Nr.: 06/2012
Leitzkau/Hamersleben, 30. Mai 2012

Festsommer Hamersleben

Der als Auftakt des Festsommers Hamersleben für den 03.06.2012 angekündigte Vortrag zum Thema „Geschichte und Bedeutung der Stiftskirche St. Pankratius Hamersleben“ muss aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden. Der Vortrag wird zu einem späteren Termin innerhalb des Festsommers nachgeholt. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Nähere Informationen zum Festsommer erhalten Sie unter www.kathleben.de


Nr.: 05/2012
Leitzkau/Burg Falkenstein-Harz, den 24. Mai 2012

„Mayenzit – eine musikalische Zeitreise mit Stella Splendens durch den Frühling der Jahrhunderte“ am 27. und 28. Mai 2012 auf der Burg Falkenstein

Muntere Lieder zur Laute und Harfe sowie Balladen aus längst vergangenen Tagen erfreuen Jung und Alt. Am Pfingstsonntag, 27.05.2012 und Pfingstmontag, 28.05.2012 nimmt Sie das Duo STELLA SPLENDENS mit auf eine musikalische Reise durch den „Frühling der Jahrhunderte“.

An beiden Tagen werden jeweils um 11.30 Uhr, 13.15 Uhr und 15.00 Uhr in der Kapelle und dem Königszimmer der Burg Falkenstein englische und irische Liebeslieder zur Minne und zum Frühlingserwachen sowie sakrale Musik aus 1000 Jahren von der Gregorianik über die spanischen Cantigas bis zum geistlichen Liederbuch der Anna von Köln (15. Jh.) erklingen.
„Stella Splendens“, das sind Sabine Lindner und Bettina Kallausch, die seit nun mehr 10 Jahren zusammen musizieren und sich der Pflege alter musikalischer Traditionen verschrieben haben. Ihr musikalisches Spektrum umfasst sowohl religiöse und weltliche Musik des Mittelalters, von Hildegard von Bingen bis zur Carmina Burana, als auch Harfenmusik verschiedener Jahrhunderte.
Hierzu lädt die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Museum Burg Falkenstein, alle Interessierten recht herzlich ein. Der Besuch der Veranstaltung ist im üblichen Eintrittspreis enthalten.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!


Nr.: 04/2012
Leitzkau/Halberstadt, 25. Mai 2012

Südquerhausfenster im Dom zu Halberstadt wird in den Dienst gestellt

Zu einem Licht durchfluteten Pressetermin kam es am Freitag, dem 25. Mai 2012, im Dom zu Halberstadt. Der Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Boje E. Hans Schmuhl und Dr. Torsten  Göhler, Dompfarrer, haben das imposante neu gestaltete Südquerhausfenster der Presse präsentiert, bevor es am Pfingstsonntag zum Gottesdienst offiziell in den Dienst gestellt wird.

Für die  Architektur des Bauwerkes sind die beiden Querhausfenster des Halberstädter Domes entscheidend. Dabei spielt das große Südfenster mit einer Größe von 16,97 m in der Höhe und einer Breite von 4,76 m eine maßgebliche Rolle bei der Belichtung des Querhauses, nahegelegener Bereiches des Langhauses sowie des Lettners und der über ihm befindlichen Triumpfkreuzgruppe.

Eine erste Farbverglasung wurde schon mit der Fertigstellung des südlichen Querhauses und der Errichtung des Karlsaltars im Jahre 1475 eingebaut. Durch seine Größe und exponierte Lage war das Fenster der Witterung in besonders starkem Maße ausgesetzt. So verwunderte es nicht, dass relativ häufig neue Scheiben eingesetzt werden mussten und deshalb der Bestand der ursprünglichen Verglasung zu Beginn des 19. Jahrhunderts stark dezimiert war.

So planten schon damals Fachleute eine umfassende Restaurierung und Ergänzung des Fensters, welche auch teilweise ausgeführt wurde.

Erst im Jahre 1878 wurde mit der umfassenden Restaurierung und Ergänzung unter der Leitung des Königlichen Instituts für Glasmalerei in Berlin begonnen. 1883, nach Abschluss der Arbeiten, war das Fenster wieder mit kompletter Farbverglasung zu erleben.

Der mittelalterliche Glasmalereibestand hatte sich bis 1945 in dem Fenster erhalten. Eine fatale Fehleinschätzung – alles Glas stamme aus dem 19. Jahrhundert – hatte zur Folge, dass es 1940 nicht ausgebaut wurde. Beim Luftangriff am 8. April 1945 zerbarst die Verglasung durch den Druck der Detonationen in kleinste Teile und war damit für immer verloren. Unter unsäglichen Mühen wurde gleich nach dem Krieg der Dom in jahrelanger Arbeit wieder instand gesetzt. Auch das große Südfenster wurde repariert und mit einer Notverglasung versehen. Bis weit in die 90er Jahre hatte diese Verglasung Bestand. Unter Leitung der heutigen Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wurde das Südquerhaus umfassend instand gesetzt und das Fenster erhielt bei diesen Baumaßnahmen eine moderne Schutzverglasung. Schnell wurde klar, dass das neue Fenster so nicht bleiben konnte. Es war viel zu hell und drohte die historische Denkmalsubstanz der Kunstwerke im Dom zu schädigen.

Der Umstand, dass keinerlei historisches Glas dieses Südquerhausfensters mehr vorhanden war, führte zu einer neuen modernen Gestaltung. So wurde 2005 ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Fensters unter dem Thema „Offenbarung und Neuschöpfung“ ausgelobt. Eine von Fachleuten besetzte Jury entschied sich aus sechs Vorschlägen für den Entwurf von Günter Grohs aus Wernigerode.

Nachdem im November 2009 die Glaswerkstatt Schneemelcher aus Quedlinburg den Auftrag für das Fenster erhielt, konnten 12 Probefelder hergestellt werden. Eine besondere Herausforderung war dabei die schwierige Einbausituation der Probefelder aufgrund der Belichtung. Ein Expertengremium konnte schließlich die vorgestellte Farbwirkung und auch die erreichte Abdunkelung durch die Verglasung bestätigen.

Die Arbeiten am Fenster wurden durch einen Entlastungsbogen in zwei Abschnitten ausgeführt. Der untere Teil wurde zum Reformationstag 2011 fertiggestellt, der obere Teil findet nun seine Vollendung.

Diese großartige Leistung war nur durch die Mithilfe vieler engagierter Besucher und Bürger möglich. Die Kosten für das Fenster im Südquerhaus belaufen sich auf über 90.000 €.  Zu einer ins Leben gerufenen Spendenaktion  Domfenster „scheibchenweise“ konnten bisher insgesamt 84 Scheiben mit einer Summe von fast 80.000 € vergeben werden. Dazu zählen auch viele kleinere Spendenbeträge.

In diesem Zusammenhang bedankt sich die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt nochmals ausdrücklich bei allen Spendern.

Am Sonntag, dem 27. Mai 2012, wird um 10.00 Uhr herzlich zum Pfingstgottesdienst eingeladen, wenn das Südquerhausfenster im Dom zu Halberstadt feierlich in den Dienst gestellt wird.


Nr.: 03/2012
Leitzkau/Konradsburg, 04. April 2012

Krypta der Konradsburg nach Sanierungsarbeiten wieder geöffnet

Am Mittwoch, dem 4. April 2012 haben der Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Boje E. Hans Schmuhl und Ralf Lindemann, Abteilungsleiter Bau der Stiftung die von 2005 bis Ende 2011 sanierte Krypta der Konradsburg vorgestellt. Die Restauratorin Corinna Grimm stellte die durchgeführten Sanierungs- und Konservierungsmaßnahmen vor.

In unmittelbarer Nähe der sehr bekannten Burg Falkenstein liegt die Konradsburg. Deren fünfschiffige Hallenkrypta entstand um 1200 und befindet sich unter dem hoch gelegenen Chor der ehemaligen Klosterkirche St. Sixtus.
Wegen ihrer reichen Gestaltung gehört sie zu den bedeutendsten Denkmälern der spätromanischen Architektur im Harzgebiet. Nach außen zeigt sich die Krypta mit einem ungegliederten Sockel mit fünf Fenstern im Osten und jeweils drei Fenstern im Norden und Süden. Im Inneren enden die durchgehenden Gratgewölbe über Gurten auf Pilastern an den Wänden und der Apsis der Krypta.
Der mittlere Bereich der Krypta wird durch vier Säulen und zwei schlanke Pfeiler mit eingestellten Säulen vor der Hauptapsis in drei Schiffe gegliedert. Von den Seitenschiffen wird dieser Bereich durch jeweils zwei Pfeiler getrennt. Die Kapitelle und Kämpfer der Säulen sind durch außerordentlichen Formenreichtum gekennzeichnet.
Während den umfangreichen bautechnischen Untersuchungen im Jahr 2003 wurde festgestellt, dass sich die Sand- und Kalksteinelemente der gesamten Krypta in einem sehr schlechten und akut gefährdeten Zustand befanden. In einem ersten Arbeitsschritt wurden alle Schadensbilder in einer Kartierung dokumentiert. Als Hauptschadensursache war neben klimatischen Beanspruchungen im Laufe der Jahrhunderte der hohe Gehalt an bauschädlichen Salzen, vor allem von Kaliumnitraten 1, im Gestein festzustellen. Im Ergebnis der naturwissenschaftlichen Untersuchung ist davon auszugehen, dass der Eintrag der Salze über aufsteigende Feuchte und aus der langjährigen Nutzung der Krypta im 19. Jh. als Schweinestall resultiert.

Die von 2005-2011 durchgeführten Maßnahmen sind das Ergebnis der umfassenden Voruntersuchungen und des daraus entstandenen Konservierungskonzeptes. Neben der Salzreduktion 2 waren an den Säulen und Pfeilern weitere Konservierungsmaßnahmen wie Festigung des Gesteins, Sicherung von Rissen und Schalen und eine schonende Reinigung notwendig. Auf Ergänzungen von Fehlstellen wurde bewusst verzichtet und eine Horizontalisolierung aller Säulen und Pfeiler zur Vermeidung von kapillar aufsteigender Feuchte ausgeführt. Der salzbelastete Verputz der Wände und des Gewölbes wurde 2005 entfernt, danach erfolgte der Neuverputz mit einem Opferputz 3.
Der vorhandene stark salzbelastete Fußboden der 1950er Jahre wurde ebenfalls entfernt, der Unterbau durch eine kapillar brechende Schicht ersetzt und ein neuer Fußbodenbelag aus Thüster Kalkstein eingebracht. Für die Krypta war nun abschließend ein ausgeglichenes Klima anzustreben, d.h. Schwankungen sollten so gering wie möglich gehalten werden, Kondenswasseranfälle sind zu vermeiden und eine Frost- Tau- Wechsel-Beanspruchung ist möglichst auszuschließen. Um die Vorgaben zu erreichen, wurden die zuvor offenen Fenster der Krypta geschlossen.
Mit Hilfe einer eingebauten Lüftungssteuerung werden die klimatischen Verhältnisse optimiert. Unterstützt wird das Klima zusätzlich durch einen Entfeuchter und eine Heizschleife zur Frostvermeidung sowie einer neu geschaffenen Windfangsituation.
Die bereits 1847/48 aufgrund ihres schlechten Zustandes ausgebauten Stücke einer Säule und eines Pfeilers werden ebenfalls in der Krypta als Ausstellungsstücke präsentiert.
Auch die Vermeidung von eindringendem Wasser von außen war ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes. So wurden die Dachrinne erweitert, ein Traufpflaster angelegt und die Außenwände durch eine Vertikalsperre (an der Westwand mit Drainage) versehen.

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt hat als Eigentümerin die Maßnahmen in Höhe von 354 T€ finanziert. Der Förderkreis Konradsburg e.V. Ermsleben hat die Höhepunkte für Besucher der Konradsburg in der Saison 2012 vorgestellt. 1 Kaliumnitrat ist ein typisches Salz in ehemals viehwirtschaftlich genutzten Gebäude. Die wiederkehrenden Hydratations-, Lösungs- und Kristallisationsprozesse des Salzes schädigen dauerhaft das Gestein. Die zusätzlich erhöhte Temperaturabhängigkeit der Löslichkeit von Kaliumnitrat birgt für einen Raum mit schwankenden Temperaturen – wie in der Krypta – ein relevantes Schadenspotential.

2 Das innovative Salzreduktionsverfahren der Injektionskompresse wurde an einer Mustersäule erfolgreich umgesetzt. Nach vierwöchiger Wasserzufuhr und 2-monatiger Trocknungszeit wurden ca. 1.200 g bauschädliches Salz aus der Säule extrahiert.

3 Der Opferputz soll in der Lage, Feuchtigkeit und Salze aus dem Gestein aufzunehmen und somit
die Schaden verursachenden Vorgänge in den Porenraum des Putzes und an die Putzoberfläche zu verlagern, die Wände jedoch nicht absperren.


Nr.: 02/2012
Leitzkau/Kloster Michaelstein (Blankenburg), 15. Februar 2012

Museum zum Anfassen  –
Zur Nutzung außerschulischer Lernorte im Geschichts- und Musikunterricht –
Lehrerfortbildung (Kurs-Nr. 11L210007) am Montag, den 16. April 2012 von 10.00 – 15.30 Uhr  im Kloster Michaelstein (Blankenburg)

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt betreibt in ihrer Zuständigkeit vier Museen bzw. Ausstellungen. In den Museen Burg Falkenstein, Schloss Neuenburg, im Jagdschloss Letzlingen sowie im Kloster Michaelstein erfolgt eine museumspädagogische Betreuung durch Mitarbeiter der Stiftung.
Die museumspädagogischen Angebote richten sich nach den thematischen Ausrichtungen in den einzelnen Häusern und machen ihre Kultur und Geschichte erlebbar. Die Schulklassen und Kurse von Primarstufe bis Sekundarstufe II haben die Möglichkeit, sich an einem historischen Ort einzelnen Themen abwechslungsreich, intensiv und kreativ zu widmen. Die Angebote sind erlebnisorientiert und meist mit praktischen Elementen verbunden, wobei der Inhalt, der vermittelt werden soll, immer im Vordergrund bleibt. Der Besuch dieser außerschulischen Lernorte kann den Unterricht in der Schule unterstützen
und ergänzen. In der Fortbildung am 16. April 2012 werden die Projekte exemplarisch und praktisch vorgestellt und können für Schulprojekte oder Wandertage im laufenden oder für das kommende Schuljahr gebucht werden.

10:00 bis 12:00 Uhr
Museen und Ausstellungen der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt/ Musikakademie Sachsen-Anhalt –  Aufgaben und Angebote │ Historische Orte, Hintergründe und ihre Spezifik

12:00 bis 13:00 Uhr
Mittagessen

13:00 bis 15:30 Uhr
Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt – Vom historischen Ort zum außerschulischen Lernort: Die museumspädagogische Angebote und deren unterrichtliche Nutzungsmöglichkeiten
zum Ausprobieren/Schnuppern/Anfassen/Erleben │ Praxisworkshops zur Auswahl

Weitere Informationen:
Ralf Langer, LISA Halle, Tel: 0345 / 2042240 | Kurs: 11L210007

Eine Anmeldung ist nur elektronisch beim LISA Halle unter der Nutzung von elTIS möglich.
Nähere Informationen unter: www.kloster-michaelstein.de


Nr. 01/2012
Leitzkau, 17. Januar 2012

Besucheransturm auf die Schlösser und Burgen im Jahr 2011

Die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt blickt hinsichtlich der Besucherzahlen positiv auf das Jahr 2011 zurück. So haben insgesamt  144.407 Besucher die Museen der Stiftung besucht; das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von über 4 %. Allein zum Mittelalterlichen Burgfest auf der Burg Falkenstein im Harz wurden 8.200 Besucher gezählt. Positiv aufgenommen wurden auch die verschiedensten museumspädagogischen Kinderprojekte und Kindergeburtstagsfeiern auf dem Falkenstein und im Jagdschloss Letzlingen, die auch in diesem Jahr wieder angeboten werden. Hier ist ebenfalls eine Steigerung zu verzeichnen. Um die Burg Falkenstein ganzjährig nach Belieben zu besuchen, wird ab 2012 eine Jahreskarte eingeführt.
In Auswertung des von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt / Museum Schloss Neuenburg initiierten  Kooperationsprojektes „Die Freyburger Meister“ besuchten im Vergleich zum Vorjahr 10.000 Gäste mehr die Romanik-Standorte in Freyburg, davon waren allein 3.000 Besucher auf der Neuenburg.  Die Sonderausstellung „Der erlauchte Fürst“ im Bergfried „Dicker Wilhelm“ besichtigten dabei ca. 4.000 Gäste mehr als die dortige Sonderausstellung des Vorjahres.

Auch für das Jahr 2012 ist die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt mit Veranstaltungen bestens gerüstet. So werden u. a. die Walpurgisnacht-Rock und die internationalen Tage der mittelalterlichen Musik „montalbâne“ auf Schloss Neuenburg oder das Himmelfahrtsspektakel und
das Mittelalterliche Burgfest auf der Burg Falkenstein viele Besucher in ihren Bann locken.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.dome-schloesser.de